Hat jemand schon Erfahrungen mit dem neuen Schooner Gold gemacht? Inwieweit unterscheidet sich dieser in Bezug auf Verarbeitung (das auf den technischen Beiblatt bezeichnete mal außen vor) und Ergebnis vom alten Schooner?
ich habe den Schooner Gold in diesem Jahr ausprobiert und bin überhaupt nicht zufrieden, Andere die den Lack bei uns im Verein verwendet haben auch nicht. Wir haben versucht den Lack bei ca. 10° (Halle) zu verarbeiten und es war praktisch unmöglich - der Lack ist viel zu zäh, er hat etwa die Konsistenz von Honig. Vielleicht bekommt man dem mit dem Messer auf's Boot, mit dem Pinsel geht es eher schlecht.
Ich habe bei International angerufen, die meinten "Der ist halt etwas dicker". Auf meine Erwiderung "unverarbeitbar!" hin meinten sie, das man den Lack dann halt verdünnen muss (Achtung, jetzt Verdünnung 1, nicht mehr 333). Wir haben das versucht - das Ergebnis ist wirklich nicht berauschend. Der Lack verläuft nicht ordentlich, man sieht Pinselstriche, man bekommt (da man den Lack immer noch zu dick aufträgt) leicht Nasen - das Ergebnis ist sehr bescheiden. Ich bin in diesem Jahr erstmals mit meiner Lackierung unzufrieden. Die Verdünnung ist auch nach etwa einem halben Glas Lack verflogen, da kann man ständig nachkippen... Die Dosierung ist auch eher schwierig - zu dünn, zu dick....
Verarbeitungsfehler auf meiner Seite möchte ich eher ausschließen - ich hatte anfangs noch alten Schooner der war tadellos - erst als ich die neue Dose aufgemacht habe begann das Entsetzten.
Ich habe da schon in anderen Foren gesucht - in den Deutschen war darüber noch nichts angekommen. Bei "Woodenboats.com" ist das Problem allerdings auch mehrfach beschrieben.
Dummerweise habe ich größere Mengen auf Vorrat gekauft - falls noch jemand 6 Dosen Schooner Gold haben will, kann er sich gern melden. Ich will über das Problem nochmal mit International reden, wenn ich etwas mehr Zeit habe - das Ergebnis tue ich dann gern hier kund.
Im Moment ist mein Fazit zu "Schooner Gold": Finger weg!
Dank für die Info. Das hört sich nicht wirklich gut an, zumal ich wochenlang die Aufbauten abgezogen habe, eigentlich mit Schooner aufbauen wollte, da nicht mehr verfügbar den Gold gekauft habe und nun gestern und heute die beiden ersten Schichten aufgetragen habe.
Die honigartige Konsistenz ist mir auch gleich aufgefallen, sie fällt aber bei den ersten, verdünnten Schichten nicht so sehr ins Gewicht. Bedingungen wie bei Dir - Halle ca. 10° Celsius. Nun steht natürlich die Frage - mit Schooner (alt) weiterarbeiten, soweit kompatibel und noch organisierbar, oder versuchen sich auf die Konsistenz des Lackes (Gold) einzustellen...
So ein Mist. Dabei hatte ich mich gerade entschlossen, von Epifanes auf Schooner umzusteigen, weil mir die Verarbeitung durch die dünnere Konsistenz von Schooner besser gefiel.
habe jahrelang Schooner verarbeitet. Glanz, Verlauf, Härtegrad, UV-Beständigkeit empfand ich im Vergleich mit anderen 1K-Lacken immer hervorragend.
Schooner Gold aber ist die Katastrophe. Bei 10 Grad, aber auch bei 15 Grad ist ein vernünftiger Verlauf des Lacks nicht hinzubekommen, matte Stellen, Pinselstrukturen auch bei Lackverdünnung. Der Glanz scheint zwar ok, jedoch nur solange der Lack nicht verdünnt wird, um den Verlauf zu verbessern (was ja auch nicht gelingt).
Habe also fluchend die Schooner Gold-Flächen wieder angeschliffen und mit Epifanes überlackiert.
Alles klar. Ich werde den Aufbau mit Schooner Gold abbrechen und mit dem alten Schooner vollenden. Zwischen den Zeilen gelesen war das auch die Empfehlung der International-Hotline. Hat jemand Erfahrungen bezüglich der Haltbarkeit des alten Schooner in original verschlossener Dose? Habe im Baumarkt noch 3 Dosen entdeckt, die Frage ist, ob ein Einlagern lohnt.
meiner Erfahrung nach ist Schooner im Keller jahrelang haltbar - da könntest Du also zuschlagen. Ich glaube ich muss mich auch nochmal auf die Suche nach dem alten Schooner begeben....
Gruß,
Christian
P.S.: Uwe, lustigerweise überlege ich nun gerade auf Epifanes umzusteigen. Hast Du da vielleicht Empfehlungen zur Verarbeitung?
Meine Empfehlungen/Erfahrungen zu/ mit Epifanes:
- nur die kleinen Dosen kaufen. In einmal geöffneten Dosen trocknet das Zeug verdammt schnell durch.
- ich verdünne fast nur mit Owatrol und habe damit gute Erfahrungen gemacht.
- lässt sich mit Schaumpinsel gut schlichten
- Haltbarkeit auf Pfropfen und unter Schamfilen eher mäßig
- Glanz/Verlauf/Farbton eigentlich sehr gut/schön (auf Khaya Sperrholz und Sipo)
- Geruch beim Verarbeiten (mit Owatrol, ohne Verdünnung): eher angenehm
- UV-Beständigkeit: ich lackiere intakte Flächen nur alle zwei Jahre und komme damit gut klar.
Nur die hohe Viskosität (die gefühlt immer höher wird) stört mich oft. Wenn man wirklich perfekte Ergebnisse will, muss man überlegen, für die letzte Schicht eine frische Dose aufzumachen.
Das mit dem Owatrol mag ein bißchen VooDoo sein, aber ich habe den Eindruck, der Verlauf wird besser damit.
Das sind meine, zumindest in diesem Forum laienhaften, Erfahrungen und Tipps aus 6 Jahren und 7 Winterlagern Waarschip-Eignerschaft.
Gruß
Uwe
1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.05.10 14:31 von eule.
von Epifanes gibt es ein Holzöl was Easy Flow heisst und hauptsächlich aus Leinöl und Tungbaumöl besteht. Ca. 3-5% davon beigemischt kann dem Klarlack zu Spiegelfinish verhelfen, zusammen mit etwa der gleichen Menge Pinselverdünnung, je nach Temperatur. Die besten Ergebnisse habe ich mit vertikalem Verschlichten erreicht, es gibt dann nicht den kleinsten Läufer, die man bei horizontalem Verschlichten immer irgenwie mit einbaut, besonders bei grossen stehenden Flächen, da dort viel Lack von oben "nachdrückt". Dies funktioniert nebenbei bei fast allen Lacken.
Ich fresse einen Besen, wenn Epifanes Easy Flow nicht identisch ist mit Owatrol Öl!
Konsistenz, Farbe und Geruch sowie Anwendungszweck sind es jedenfalls!
Das ist sicher so.
Ich schütte gerne nur die Produkte der gleichen Firma zusammen, das gefällt mir einfach am besten :-) Das soll auch keine Werbung für Epifanes sein, ich habe bisher eher schlechte Erfrahrungen mit Owatrol gemacht, that´s it. Wer damit gut klar kommt, soll es anwenden wo und wann immer er will!