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Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: günni (IP bekannt)
Datum: 11.08.14 04:18

Hej Joerg,
selbstgefertigte Kupfernägel sind damals normal gewesen, Leitungskupferreste vom kommunalen Stromversorger oder vom Schrotti, Einspannlehre anfertigen und dann den Kopf treiben, fertig. Die langen Dinger durch Aussenhaut+ Füllstück+ Balkweger+Knie gabs und gibst nicht zu kaufen, und für wenige dünnere kurze Nägel war das wohl die schnelle Wochenendlösung.
Unter Wasser mit G4...das Zeug ist zu hart und unflexibel, mit Silberprimocom, Barrierprimer oder anderes Chlorkautschukprodukt als Grundanstrich wirst Du glücklicher werden wenn die Schichten und Trockenzeiten stimmen.
Meins is fuffig, günni.

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: günni (IP bekannt)
Datum: 15.08.14 03:15

sorry, Teerepoxi! ..muss.ich wieder eingewoehnen.
gruesschen,guenni.

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: günni (IP bekannt)
Datum: 06.07.15 04:28

Sorry Jörg, in Schilksee liegt ein Boot mit Nadelholz-Stabdeck. Sieht gut aus unter 20 Schichten Klarlack. Foto beschaff' ich.
Gruß, günni

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: Oblomov (IP bekannt)
Datum: 16.07.15 18:01

Hallo günni,
herzlichen Dank für Fotobeschaffung (gerne auch an meine mail joerg.haas2013@gmail.com)
Oblomow ist heute endlich wieder aus dem Freilager in die Halle umgezogen; da sollten die noch offenen zahllosen Baustellen schneller vorab gehen.
Grüsse
Jörg

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: günni (IP bekannt)
Datum: 16.07.15 23:20

Klar, Dedel legte das Tempo vor....... als die Mail geschrieben war kam der neue "Klassiker" mit einem Bild eben so eines Nadelholz-Stabdecks, allerdings mit hammerharten Gebrauchsspuren, in meine Hände. Ein Foto vom Superfinish-Deck in Schilksee ist geplant.
Gruß,günni

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: Dedel (IP bekannt)
Datum: 07.01.17 23:58

Hallo und Moin Jörg,
Hier ist es ja nun seit eineinhalb Jahren sehr ruhig geworden. Läuft das Projekt in Mitteldeutschland noch?

Grüße aus dem Norden
Detlef

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: Oblomov (IP bekannt)
Datum: 23.01.17 17:07

Hallo Detlef,
danke der Nachfrage...im Moment friert Oblomow ziemlich unter einer Plane im Freien ;-) Ja, das Projekt läuft noch, aber leider durch schlechten Sommer 2015, mehrere gutachterliche berufliche Aufgaben im Ausland und nette Segelunterbrechung (von Stettin nach Travemünde auf der Moana Blue, ein toller Van De Stadt Selbstbau eines Freundes) sehr langsam. Leider musste ich auch das neu gelegte Heckdeck wieder abreissen und nochmal neu legen, weil mir die Oberfräse die Fugen ausgefranst hat. Es gibt immer noch jede Menge zu tun: die neu laminierten Spanten müssen noch eingebaut werden, eine Bodenwrange fertig gemacht werden und dann geht es ans Dichten der Planken. Und wenn ich so den Lillebror-Akt so mit verfolge, sehe ich, dass auch bei Oblomow eigentlich der Kiel runter muss und neue Kielbolzen rein müssten. Das, das Dichten der Planken und das Fehlen eines geeigneten und bezahlbaren Bauplatzes/Werkstatt sind nach wie vor meine größten Kopfschmerzen, abgesehen davon, dass Mitteldeutschland kein guter Standort für Bootsbau-ambitionierte Autodidakten ist. Aber das Forum hier hält mich im Moment weiter bei der Stange, obwohl ich in letzten Wochen immer mal wieder daran dachte, die fky"Gemeinde" hier mit Fragen plus Fotos anzugehen, ob und wie aus eurer Sicht das Projekt hier noch Sinn macht - ich mach aber erstmal weiter, wenn es wieder warm wird. Jetzt warten wir erstmal auf wärmeres Wetter. Und Ostern werden wir uns mit dem kleinen Waarship, das ich im Jaich Lauterbach auf Rügen liegen habe, etwas Ostseewind um die Ohren und in die Segel blasen lassen :-).

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: Oblomov (IP bekannt)
Datum: 28.01.17 17:54

Wer sich für den Stand meines Projekt zur Wiederherstellung des Nordischen Folkeboot Oblomow interessiert, findet einen ausführlichere Darstellung auf meiner webseite sailfolke.wordpress.com (für eine Veröffentlichung an dieser Stelle ist der Bericht wegen der vielen Fotos mit 4.2 MB leider zu groß).
In dem dort beigefügten PDF habe ich einmal die bisherige Geschichte der Wiederherstellung des ca. 50-60 Jahre alten Boots dargestellt. Teile davon waren ja auf der webseite schon früher veröffentlicht worden. Mit einigen der Nutzer dieses Forums - Detlef, André, Dagmar und andere war ich ja auch schon verschiedentlich im Austausch über einzelne Problembaustellen.
Echte Bootsbauer und solche, die das durch jahrelange Praxiserfahrung von sich sagen können, werden schnell erkennen, dass bei diesem Projekt an vielen Stellen Kompromisse eingegangen wurden. Insofern ist die Verwendung des Begriffs Restaurierung – meint Wiederherstellung des originalen oder dem Original sehr nahekommenden Zustands – hier sicher nicht richtig gewählt. Dazu ist zu aber sagen, dass ich Oblomow als Lernobjekt sehe und meine Arbeit als Lernprozess eines neugierigen Laien und Autodidakten, der verstehen will, was beim Erhalt klassischer Segelboote zu beachten ist, welche Tricks und Kniffe zur Anwendung kommen.

Wer sich mit dem beiliegenden Dokument befasst, wird auch schnell erkennen, dass es noch keineswegs ausgemacht ist, ob Oblomow jemals wieder unter Ostseebedingungen einsetzbar ist. Es kann auch eine Dokumentation des Scheiterns werden. Für mich ist es schon jetzt ein faszinierender Lernprozess, der seinen eigenen Stellenwert hat. Sollte es irgendwann wieder einmal auf der Ostsee, Schlei oder dem Bodensee ohne Gefahr für Leib und Seele seiner Besatzung schwimmen, wäre dies ein großes Glück für den Autodidakten und Schüler des Bootsbaus.

Jeder Kommentar ist willkommen und wird ernst genommen. Unterstützenden und solche, die mir helfen, das Projekt zu Ende zu bringen ganz besonders.
Grüße Jörg
Hier nochmal der Hinweis auf den Ort, wo der Bericht zu finden ist: www.sailfolke.wordpress.com

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: Oblomov (IP bekannt)
Datum: 06.10.17 18:08

Hallo Freunde im Forum,
dies wird der vorerst letze Beitrag von mir zum Folkeboot Oblomow sein, dann das Boot geht nun nach 3 Jahren lernen daran in der nächsten Woche in die Nähe von Flensburg in neue Hände. Nach dem Kenterfall eines Folkeboots in der Förde ist mir dann doch nochmal sehr klar geworden, dass aus meiner Sicht trotz der vorhandenen 3 neuen Kielbolzen kein Weg an einer genaueren Untersuchung und eventuellen Sanierung der Kielsohle vorbei geht. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer notwendiger Reparaturen, die fast alle mehr als zwei Hände erfordern: Planken und Plankenstösse weiter vernieten. Die bereits laminierten und teilweise eingeklebten Ersatzspanten vernieten. Die weitestgehend bereits ausgeräumten und gesäuberten, teilweise leicht ausgefrästen Plankenleibungen neu dichten, am Vordersteven eine Leiste einbauen und im Heck noch zwei Plankenschäden aus früherem Hornissennest richten und die Farben aufbauen. Das sind die größeren Baustellen, zu denen noch eine Reihe kleinerer kommen. Die drei vergangenen Jahre waren ein großartiger Lernprozess am Objekt. Jetzt wollen sich Andere weiter darum kümmern. Ich muss mich erstmal diesen Winter um mein Zweitschiff, das Waarship 570 kümmern, das auch Zuwendung braucht. Mit dem will ich nächste Pfingsten an der Rheinregatta teilnehmen und dann im Sommer das Isselmeer erkunden. Auf diesen Bootstyp trifft man hier im Forum selten, aber sicher werden wir uns mit der einen oder anderen Frage hier wieder lesen. Mittelfristig soll das Waarship dann doch wieder gegen ein Folkeboot getauscht werden - so der Plan. Vorerst mal ganz herzlichen Dank für eure Unterstützung und den Zuspruch, den ich hier erfahren habe, allen voran von Detlev, Jan, André, Dagmar aber eben auch vielen Anderen.
Gruß
Jörg

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: André bauer (IP bekannt)
Datum: 06.10.17 18:31

Hallo Jörg,

Du wirst die Entscheidung ja wohl überlegt haben, wenn ich so viel Arbeit in ein Projekt gesteckt habe, gebe ich es nicht auf.
Ich hoffe, Du hast wenigstens finanziell etwas von dem rausbekommen, was Du rein gesteckt hast.

Gruß,
André

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: danebrog (IP bekannt)
Datum: 07.10.17 13:48

Lieber Jörg!

Respekt für Dich und Dein Oblomov-Projekt!

Im August hatten wir ja auf dem Weg nach Norden die Gelegenheit zu einem Besuch und haben als Erste von Deinen Plänen erfahren. Und ich kann nur Positives darüber berichten: Das Du Dich weit weg vom eigentlichen Beruf im Halb-Ruhestand mit Bootsbau auseinandersetzt, Dir ein passendes Projekt dazu gesucht und bereits viel zur Rettung bzw. dem Erhalt von Oblomov getan hast!

Solche Projekte können sich aber durchaus unvorhersehbar zum Lebenswerk ausweiten. Und wenn man dann rechtzeitig erkennt, dass die Möglichkeiten - gleich welcher Art - erschöpft sind, ist es auch gut, wenn man abgeben kann. Deshalb freue ich mich, dass es gelungen ist, Oblomov innerhalb weniger Wochen in doch hoffentlich gute Hände zu geben, die weitermachen werden.

Deine Kenntnisse werden bleiben und spätestens, wenn Du ein neues Folke besitzt, lesen/ hören/ sehen wir uns wieder. winking smiley

Viele Grüße
Dagmar & Co.

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