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Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: Folkeboot_Klara (IP bekannt)
Datum: 06.10.13 19:56

Hallo Joerg,

Deine Baustelle am Kiel hat es wirklich in sich. Unsere Klara ist auch lackiert, hier werden wir kommendes Wochenende mal beigehen und den Lack runterholen. Da unser Vorbesitzer ebenfalls nicht gerade vorbildlich das Boot gepflegt hat, bin ich schon sehr gespannt, was uns da so erwartet. Ich hoffe es wird nicht so schlimm. Von innen sind bisher keine größeren Baustellen auszumachen. Auf jeden Fall drücke ich Dir die Daumen und hoffe Du findest die nötige Kraft. Halte uns also bitte auf dem Laufenden.

lg

Tadeusz

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: fg-1064 (IP bekannt)
Datum: 06.10.13 20:14

Moin Jörg,

leider kann ich nicht mit Bildern oder Erfahrung dienen... die Erklärung der befragten Bootsbauer lautete wie folgt: im Abstand von 3-5 cm feine (tiefe) Löcher bohren und diese mit einem dafür geeigneten (sehr dünnflüssigen) Epoxy ausgießen.

Beste Grüße,
Jan


PS: Es gibt keine nervenden Fragen! winking smiley

---

[klassischeyachten.wordpress.com]

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: Oblomov (IP bekannt)
Datum: 09.10.13 22:47

Hallo, kurze Frage: ich werde naechsten Mittwoch (16.10) im Bremer Raum (oder Bremerhaven) sein. Gibt es Jemanden, eine Werft oder aehnliches, wo ich mir eine paar anschauliche Tipps zur Restaurierung von Folkebooten abholen koennte. Gern auch gegen Entgelt, wenns bei einem vernuenftigen Stundensatz bleibt (max. zwei Stunden, dann muss ich eh weiter, die Tochter bei den Grosseltern abholen). Gruesse Joerg

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: André bauer (IP bekannt)
Datum: 29.10.13 14:00

Hallo Jörg,
leider zu spät gesehen, habe eine private Werft in Bremen.
Bauen einen 50er Seefahrtkreuzer komplett neu auf.

Bilder unter:
www.bauer-naval-design.de

Seite ist aber nicht aktuell.

Hier im Forum wird Dir aber auch ganz sicher geholfen...

Gruß,
André

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: Oblomov (IP bekannt)
Datum: 29.10.13 16:26

Hi Andre, danke! habe dich ja schon viefach im Forum mit sehr guten Hinweisen gelesen. Meine Schwiegereltern wohnen in Bramstedt, sodass sich sicher wieder mal eine andere Gelegenheit ergiebt. Mein groesstes Thema ist Kielsohle austauschen oder erstmal noch nicht. und da habe ich ne Menge Fragen zu. Vielleicht komm ich mal mit einem Paket Fotos von Oblomov vorbei. Alternativ koennte man auch Oblomov zu deiner Werft fuer die Arbeit bringen. Ich meld mich dann wieder. Gruss

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: André bauer (IP bekannt)
Datum: 30.10.13 17:13

Hallo Jörg,
Dein Boot in meine Halle stellen ehrt mich, aber es ist eine rein private "Werft" und die Halle ist komplett voll mit Untermietern.
Das wird also eher nix, leider... Ich hätte schon gern Holzboote statt Autoschrauber!
Aber die Schrauber bleiben, so'n Auto is ja nie fertig.

Grüße,
André

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: günni (IP bekannt)
Datum: 01.11.13 14:45

Hej,
Erinnerungen überwältigen mich.
Löse einfach die 2te Planke, dann fällt Dir die Kielplanke fast entgegen und im nächsten Sägewerk findest Du einen passenden neuen Rohling, bzw. zwei.
Beim "darunter" wird Dir bestimmt die Jeans in die Kniekehlen rutschen.....das ist aber auch nur Holz und nur Desillusionierend bis der Gammel entfernt ist.......und eine Quelle für Eiche gefunden wurde.
Bramstedt bedeutet Kreis Segeberg......Stichwort Staatsforst Segeberg nach dem Orkan....vielleicht kommt von dort Hilfe, für Eiche und auch für eine oder zwei ganze, krumme Lärchen, aufgeschnitten. Dann hättest Du Material für 20 neue Planken.

Grüßchen, meins wird fuffig, günni.

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: Oblomov (IP bekannt)
Datum: 01.11.13 15:11

Na genial,
danke fuer die Tips. Man sagt allerdings, dass Eiche 7 Jahre trocknen muss, ehe man sie verbauen kann ;-)) Hab jetzt uebrigns rausgefunden, dass Oblomov urspuenglich mal Cheri hiess und 74 von Horst Dittrich als sein Meisterstueck gebaut wurde. Und ich hab Originalbilder von seinem ersten Besitzer bekommen (stell ich demnaechst mal zur Freude Aller ein, wenn ich die Dias konvertiert habe) . Da macht die Restauration richtig Spass. Wenn es nur jetzt nicht so kalt waere (Oblomov steht auf der Werft draussen und ne Halle hab ich noch nicht gefunden). Gruss

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: Oblomov (IP bekannt)
Datum: 12.11.13 18:16

Hallo Guenni,
da du ja offenbar en gleichen Weg gegangen bist: hast du eine genau Zeichnung von Kiel und Steven mit genauen Massen (aus den Konstruktionszeichnungen der NFIA kann ich das nicht genau entnehmen). Oder kennst du jemand, der sowas fuer das genaue Suschneiden hat? Gut abgelagerte Eichenbalken aus Abrissscheunen etc. findet man ja reichlich im Netz. Hast du, hat das jemand Erfahrung mit?
Gruesse
Joerg

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: nils (IP bekannt)
Datum: 12.11.13 19:31

Hallo Jörg,

in einer Wooden Boats gab es mal den Tip, Nieten mit einem Drucklufthammer nachzusetzen. Der Hammer muss dazu pfannenförmig modifiziert werden. Ein schweres Gewicht gegenhalten. Ich hab die Methode selber noch nicht probiert, aber sie erschien mir ziemlich clever.

Gruß Nils

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: günni (IP bekannt)
Datum: 14.11.13 17:37

Hej,
...nutzte die Erfahrung Anderer.
Besorg Dir einige alte, gesunde Bohlen aus den Strassenbau und fixiere die ausgebauten Planken sofort mit mehreren Schraubzwingen auf diesen Bohlen. Die neuen Lärchenplanken müssen aussehen wie die ausgebauten Alten.
Reiß die Planke 2 raus und beschäftige Dich dann mit der Kielplanke Deines Eckernförder Schätzchens. Die wird mit Bronzeschrauben befestigt sein und das "Darunter" nicht so übel aussehen wie bei "verzinkte Stahlschrauben in Eiche und nach mir die Sintflut" Folkebooten.
....und knall' die Spindeln Deines Trailers nicht so an, das Boot muss auf dem Kiel stehen und nicht auf den Spindeln.
Grüßchen, meins wird fuffig, günni.

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: susa (IP bekannt)
Datum: 16.11.13 14:35

Oblomov schrieb:
-------------------------------------------------------
> hier kommt das Foto


Jaha, hallo Oblomov, warte erst mal, bis du vielleicht innen anfangen musst, von außen ist es noch leicht haben wir auch schon alles hinter uns

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: günni (IP bekannt)
Datum: 18.11.13 01:35

Ein guter Vorschlag von Nils, die Bohrlöcher vorher noch 60° ansenken, die Nieten dann bündig treiben und mit der Flex planen.
Läuft so bei Holz leider nicht, da sitzt auf einer Seite 'ne federnde Kegelscheibe, und die muß so weiterbestehen, sonst klappt's nicht mit den dichten Planken.
Wenn schon Nachnieten, dann sanft, aber konsequent. Die GegenhalterIn wird's danken.
grüßchen, günni.

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: Oblomov (IP bekannt)
Datum: 22.11.13 12:39

Besten Dank in alle Richtungen fuer gute Tipps. Leider tritt hier jetzt erstmal ne Pause ein, denn das Boot steht draussen und da wird es nun zu ungemuetlich. In Frankfurt und Umgebeung ist es sehr schwierig oder teuer eine Halle, Scheune oder Aehnliches fuer die Winterarbeiten zu bekommen und die Hallen auf der Werft sind ueberfuellt mit den Booten von FreizeitkapitaenInnen von Main und Rhein. Ich werd die Zeit nutzen und vielleicht mal eine Seite basteln, auf der ich den Fortschritt dokumentiere (kann ich ja dann spaeter iauf die Restaurationsseite stellen). Nochmal schoenen Dank fuer eure Unterstuetzung in 2013. Schoene Feiertage und guten Rutsch und dann auf eine Neues in 2014.
Joerg

Re: Folkeboot Oblomov
geschrieben von: Oblomov (IP bekannt)
Datum: 11.03.14 21:40

Hallo Freunde, zwischenzeitlich anders eingespannt, melde ich mich zurueck mit der Nachricht, dass in der Historie von Oblomov Widerspruecge aufgetaucht sind. Es sieht so aus, als ginge Oblomov nicht, wie bisher angenommen, auf ein von Horst Dittrich 1974 gebautes Boot zurueck. Waehrend die Restarurierungsarbeiten nun wieder beginnen, geht die Suche nach der Historie weiter. Demnaechst mehr.
Gruesse Joerg

Plankenrisse mit genagelten Bleistreifen dichten
geschrieben von: Oblomov (IP bekannt)
Datum: 11.06.14 16:51

Preisfragen an die versammelte Bootsbauergemeinschaft des fky: ich hab eine sehr "originelle" Art der Dichtung von Plankenrissen bei Oblomov gefunden. Da hat ein Vorbesitzer Risse mit Bleistreifen mit kleinen handgeschmiedeten Nägeln zugemacht (siehe Foto). Ob es was genutzt hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Überhaupt war da ein grosser Künstler am Werk (siehe rausgesägte Boden"wrange" auf dem angehängten Foto. Und habt ihr auch schon mal Boote mit handgeschmiedeten Kupfernägeln gesehen. Ich frage mich, ob von von daher auch auf das weiterhin unklare Baujahr schliessen kann?

Anhänge: Bleidichtung_1.JPG (343kB)   Wrange.JPG (390kB)   Bleidichtung_2.JPG (185kB)  
Re: Plankenrisse mit genagelten Bleistreifen dichten
geschrieben von: fg-1064 (IP bekannt)
Datum: 11.06.14 17:15

Moin Jörg!

Eine Abdichtung von innen mit Bleistreifen? Na ja... helfen wird es wenig.
Zu allen anderen Reparaturmethoden: ohne jemandem zu nahe treten zu wollen - Ahnung hat der entsprechende Vorbesitzer nicht.
Diese Methoden würde ich übrigens eher auf einem schwedischen, als auf einem deutschen Boot vermuten. Auf Muu gab es auch so einige kreative Lösungen, die leider alle nicht haltbar waren. So ist die Verwendung von Eisennägeln in Eiche sicher keine Reparaturmethode, die sich langfristig durchsetzen wird... ;-)
Auf das Baujahr ist daraus leider nicht zu schließen. Die meisten Holzboote stammen aus den 50ern und 60ern. Für eine Reparatur in den 70er und frühen 80er Jahren gab es keine allgemeingültigen Anleitungen oder Nachschlagewerke (der Larsson fehlte eben!), so dass jeder vor sich hin gewurschtelt hat. Außerdem fehlte eine entsprechende Szene, aus der man sich Rat hätte holen können (ganz zu schweigen von den fehlenden Segnungen des Internets).

Grüße!
Jan

---

[klassischeyachten.wordpress.com]

Re: Plankenrisse mit genagelten Bleistreifen dichten
geschrieben von: Oblomov (IP bekannt)
Datum: 11.06.14 17:37

Hallo Jan,
ja ziemlich originell, alles. Unter Anderem habe ich auch zwei ca. 8 mm Eisennägel gefunden, mit denen der Vordersteven am Eichenkiel fixiert. Immerhin sind jetzt schon mal eine paar neue Planken drin und wenn alle Risse zu sind, plane ich, deinen Beispiel mit gedicktem G 4 als erste Aussenschicht folgen. Damit ist es ja eigentlich dann von Aussen dicht und lässt nicht mehr viel Quellbewegung zu. Muu lag ja auch 4 Jahre auf dem Trockenen. Hast du von Innen dann auch eine Feuchtigkeitssperre gemacht (sonst quillst ja von Innen und neue Risse drohen).
Grüsse
Jörg

Re: Plankenrisse mit genagelten Bleistreifen dichten
geschrieben von: fg-1064 (IP bekannt)
Datum: 11.06.14 17:51

Moin Jörg,

Muu lag jede Saison im Wasser - wie kommst Du auf die 4 Jahre?
Die Dichtung von Außen wurde nur in den Schäftungen mit angedicktem G4 gemacht. Die Landungen haben wir mit Pantera (MS-Polymer) abgedichtet. Dies ist wesentlich elastischer und macht die Schrumpf- und Quellbewegungen wesentlich besser mit als die G4-Variante.
Ich würde auch heute nicht mehr von außen mit G4 streichen. Die Haftung gerade auf Eisenkiel und Eiche (Kielbereich, Steven) ist sehr mau. Die Behandlung mit Leinöl/Petroleum extra (1:1) hat hier wesentlich bessere Ergebnisse erzielt. Auch von innen kann so gestrichen werden. In diesem Blogeintrag hab ich drüber geschrieben: [folkebootmuu.com]
Wichtig bei allen Überlegungen: möglichst natürlich vorgehen und das Boot artgerecht behandeln. Letzteres bedeutet: so spät wie möglich aus dem Wasser und so früh wie irgend möglich wieder rein. Das verhindert am nachhaltigsten das Entstehen von überflüssigen Trocknungsrissen!

Grüße!
Jan

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[klassischeyachten.wordpress.com]

Re: Plankenrisse mit genagelten Bleistreifen dichten
geschrieben von: Oblomov (IP bekannt)
Datum: 11.06.14 18:01

Ah, da hatte ich dann was ordentlich missverstanden. Danke für die Klarstellung! Ich werd erst noch mal deinen Blog genau anschauen und ich glaube von André (?) hab ich auch einen Art Standard-Beitrag zum Aufbau des Aussenanstrichs gesehen. Pantera für die Landungen ha ich schon besorgt. Da muss aber erst noch der ganze alte Schnodder raus. Über die handgeschmiedeten Kupfernägel hab ich mich sehr gewundert, weil ich die eigentlich nur aus Zeiten von ca. 50 Jahre früher aus dem Möbelbau kenne.
Grüsse
Jörg

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