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Spachtel
geschrieben von: Matthias (IP bekannt)
Datum: 09.12.04 01:11

Moin moin,

Bei uns steht gerade die Vorbereitung zum Spachteln an. Was für ein Spachtelmaterial empfiehlt sich denn für nicht besonders beanspruchte Stellen wie die Nietenlöcher (bisher Bleimenninge und wahrschl. Leinölkitt) und kleinere Macken im Holz (bisher irgendein klebriger Kunststoffspachtel, relativ eklig und nicht wirklich alt) ?
Tendiere an diesen Stellen zu Leinölkitt, da ja nicht wirklich hohe Punktbelastung auftritt. Gibt es Erfahrungen zur Lebensdauer (nicht, dass der in 5 Jahren rausbröckelt...) ? Und weiss jemand Bezugsquellen ? (Toplicht hat keinen, soviel ich gesehen habe)

Grössere Macken im Bereich zwischen Leibholz und Deck oder an beanspruchten Stellen (Steven etc.) würde ich wohl mit Epoxi (mit Füller oder Sägespäne) zuspachteln, spricht da was dagegen ?

Und hat jemand eine besonders geniale Idee, was für ein Werkzeug sich für das ~ausbohren/ausraspeln der Nietenlöcher eignet oder zweckentfremden lässt ? Der bisherige Spachtel drin ist z.T. schon arg bröckelig. Man könnte jedes Loch einzeln per Schraubenzieher etc. auskratzen, aber das ist ziemlich nerfig. Mir schwebt irgendwas wie ein Raspel für die Bohrmaschine vor.

Vielen Lieben Dank auf jeden Fall wie immmer jetzt schon und allen Fleissigen viel Spass und Erfolg beim Arbeiten im Winterlager ...
Matthias

Re: Spachtel
geschrieben von: Ole Hoffmann (IP bekannt)
Datum: 09.12.04 14:54

Hallo Matthias,
ich habe meine Pfropfen mit einem Holzbohrer d=8mm mit stark eingekürzter Zentrierspitze bis zum Nietkopf aufgebohrt. Für den Rest nehme ich einen Fräser, der auch d=8 hat und der aussieht wie ein Zylinder. Die Spitze (Stirnfläche, die platt ist) hat auch feine Schneiden. Das Ganze in des deutschen Handwerkers liebstes Gerät, den Dre... und gaanz langsam laufen lassen. Das macht den Rest weg, ohne das Loch exzentrisch werden zu lassen. Den Fräser habe ich aus ner Metallwerkstatt "abgestaubt".

Schöne Grüße, Ole

Re: Spachtel
geschrieben von: Martin Schulz (IP bekannt)
Datum: 15.12.04 17:13

Leinölkitt oder normaler Fensterkitt ist ne feine Sache. Die "Kalfat-experten bei Christian (Egernsund) empfehlen aber immer die Fläche vor dem Spachteln zu streichen, weil sonst der Kitt dem Holz Feuchtigkeit entzieht. Bleimenninge ist da perfekt und weil in D nur noch RLS oder Werdol zu kriegen ist empfehle ich das richtige Bleiweiß in England bei classicmarine.co.uk zu bestellen.

Re: Spachtel
geschrieben von: Walter (IP bekannt)
Datum: 24.12.04 02:46

Hallo,
Statt mit Spachtel können Löcher auch mit Sikaflex zugestopft werden. Hat den Vorteil, daß es elastisch bleibt, besser klebt und nicht wieder herausbröselt.
Löcher können sauber mit einem Forstnerbohrer aufgebohrt werden.
Grüße Walter



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