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Plankenstöße
geschrieben von: Pier (IP bekannt)
Datum: 10.12.04 21:40

Hallo bin auf der Suche nach einem
Holzboot und hab so meine Not mit minem spärlich Wissen drum möcht ich euren Rat nicht missen %) und
los gehts - bin recht begeistert von einem Spitzgatkreuzer-gebohren 1927-der allerdings obenrum seeeeeeeeeehr viel arbeit braucht, d.h. komplette Deckserneuerung , Eckensanierung des Aufbaus u.s.w..
Das wars aber wahrscheinlich nicht und nun zur Frage.
Die UW-beplankung ist in Eiche - Karweel ausgeführt. Die Plankenstöße sind durchgängig also von Bug nach Achtern oder onners rum mit
Kupferblechstreifen 50 mm breit und 1,5 mm stark
untereinander verschraubt ( Spax ).
Ist das üblich oder gräßlich ?
Das komplette UW schiff ist mit Teer gestrichen und das schon immer sagt der Eigner.
Laut Noch - Eigner soll der Rumpf die ersten 3 bis 5 tage ca. 50 ltr. pro Tag ziehen und dann solls immer besser werden bis dann in 3 Wochen der Kasten dicht ist und max 1ltr.pro Tag nimmt. Nun ist das Boot an Land aufgepallt und In der Bilge steht noch wasser . Leckt außen nicht ein bischen raus also in dem bereich wohl suuper dicht - 0der ?
Ich hoffe Ihr habt so was schon mal gesehen, gehört oder geträumt und könnt mich beruhigen oder vor einer Ruine bewahren.
Oh doctor please help mi i´m demaged.

Danke schon mal


Re: Plankenstöße
geschrieben von: Manfred (IP bekannt)
Datum: 11.12.04 19:54

Pier ist ja passend - da wirst Du wohl oft hängen mit einem alten Holzboot .... nun im Ernst: ich habe einen dänischen Spitzgatter aus 1954 zu Wasser gelassen, der zwei Jahre an Land stand - allerdings in einer Halle (was nachteilig ist). Bei zu Wasser lassen habe ich eine Pumpe eingesezt , die 8.000 Ltr./Stunde schafft - was sioll ich sagen ?!?!..wir haben das Schiff wieder an den Haken genommen und an Land gestellt. Über Nacht wurden die Stöße des Unterwasserschiffes mit Faserbitumen geschlossen und überspachtelt. Am nächsten Morgen musste das Schiff ganz schnell in den Yachthafen - ca. 10 Minuten Fahrt - un da ganz schnell wieder an die Pumpe . Soweit der Horror -
Ich habe das Schiff dann nicht wieder in eine Halle gestellt und vor dem zu Wasser lassen regelmässig von innen gewässert (mit Rasensprenger) - das Schiff war dann fast dicht ( weniger als 1 Ltr pro Tag) . Als ich dann gesegelt bin haben sich die Verbände und die Stösse des Überwasserschiffes verzogen und das Schiff hat noch Wasser genommen... Das passiert dann immer wieder, wenn man 3 Wochen nicht gesegelt ist und des Überwasserschiff austrocknet . Mein Schiff hat trotz des Alters gesundes Holz in allen Verbänden und Beplankungen - weil nie eine zusätzliche Beschichtung, "Verkleidung" oder was plastemässiges aufgetragen wurde. . Mich würde es skeptisch machen, wenn ein Holzschiff "veredelt" würde mit Epoxid, GFK, Metallbeplankung ..... Stösse älterer Holzschiffe sollen sich durch das Quellen von gesunden Planken abdichten .... wenn nachgeholfen wird, ist das "System" gestört.

Die Metallbeplankung hat eigentlich nur einen Sinn, wenn man mit einem Holzschiff im Packeis unterwegs ist ( ich gehe davon aus , dass Du nicht Arved Fuchs heisst und die Nord-West/Nord-Ost-Passage nochmals durchqueren willst)

Zu Schluss - es macht immer Sinn mehr Geld in einen guten Rumpf zu investieren - als später ein Schiff komplett auseinander zu nehmen - die Nerven der wenigsten normal Sterblichen sind dafür ausgelegt und die wenigsten haben einen Papa mit Werft.......

Tschüss

Manfred



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