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Kielreparatur und Motorlager
geschrieben von: Michael Ruck (IP bekannt)
Datum: 06.11.15 12:38

hallo,
nachdem mein geklinkertes Tuckerboot etwas zu lange in einer trockenen Garage lag, sind im Kielbalken lange Risse teils bis zu 1,5cm Breite entstanden. Um das zu reparieren muß der ALBIN O21 raus. Meine Frage lautet, können die Risse ausgespundet werden und ist es sinnvoll beim Wiedereinbau des Albin (ca.125kg) elastische Motorfundamente einzubauen. Bislang ist die Machine direkt auf ein Holzfundament verschraubt.
Danke für eure Meinung und Hilfestellung.
Gruß aus dem Süden
Micha

Re: Kielreparatur und Motorlager
geschrieben von: Bries (IP bekannt)
Datum: 06.11.15 18:50


Hallo Michael ,

Den oder ein motor auf elastisch motorfundament einbauen hat in wesentlichen die funktion die vibrierungen auf den ganzen drehkreis zu verteilen .
Das verringert / verteilt die stoss belastung auf eine grössee strecke .

Die propeller auslegung soll dafür ausgelegt sein. Bei starren montage zum ersten lager sollte das beweglich sein oder gemacht worden . denke auch an die schublagerung

Wie weit die motor pratzen aus ein ander stehen ist ( nach vorne und quer ist auch ein punkt die zu beachten ist. )

Die erste vorraussetzung ist ob das überhaupt geht , wegen der ausrichtung mit der propeller welle wenn den vertikalen platz zum einbau zwischen fundament kritisch ist .

Zum holz kan ich dir wenig sagen , ist nicht so mein ding .

m fr gr Georg Fongers

Re: Kielreparatur und Motorlager
geschrieben von: RudiNau (IP bekannt)
Datum: 07.11.15 11:09

Hallo Michael,
habe auch einen Albion-Motor auf elastische Motorlager gesetzt. Voraussetzung dazu ist es, dass der Schub nicht direkt über die starre Propellerwelle direkt auf den Motor und dessen Gummilager eingeleitet wird, weil das zu Ausrissen führen kann. Insofern sollte die Propellerwelle zunächst in ein Drucklager gelangen, welches den Schub in das Boot leitet. Anschließend wird dann eine homokinetische Welle zwischen Drucklager und Getriebe eingebaut, welche die Motorlager nicht belastet und zudem ermöglicht, dass dieser tiefer und waagerecht liegen kann. Ciao Rudi

Re: Kielreparatur und Motorlager
geschrieben von: Michael Ruck (IP bekannt)
Datum: 07.11.15 17:11

Danke für die Tipps zur Motorlagerung. Muß jetzt mal nachschauen ob überhaupt Platz zum Einbau vorhanden ist Eine Frage wäre noch, ist es sinnvoll für einen 10 PS Motor diesen Aufwand zu betreiben.
Gruß aus dem Süden
micha

Re: Kielreparatur und Motorlager
geschrieben von: Bries (IP bekannt)
Datum: 08.11.15 12:09


Hallo Micha ,

Ob es sich lohnt einen 10 PS motor elastisch auf zu stellen .
Das kommt dar auf an ,
Den ; wen du ein tüftler bist lohnt es sich , den du bist mehr ein tüftler als bootsfahrer.
Den ; Strict, auf die kosten und aufwand bezogen lohnt es sich nicht.
Vor allem nicht wenn die motorstunden gering sind .
Den ; wenn die motorstunden viele sind lohnt es sich immer noch nicht aber comfort ist auch ein wert.
Ich , bin ein tüftler . Dann lohnt es sich immer noch nicht aber macht mich spass.

Tsja Micha , Was nun.

Wenn das aussen lager aus gummi ist ( wasser schmierung ) Das innen lager kein lager ist sondern ein beweglicher wasser abdichtung ( kein stopfbüchsen ) ist es gängig die welle
(wie jetzt ) statt star flexibel am motor/ getriebe zu schrauben.
Dafür sind im handel geeichnete kupplungen vorhanden .
Dan austüfteln ob genügend platz zu machen ist für ein flexibelel die neben flexibel auch den schub ins boot leiten kann ohne das der motor sich viel verschiebt .
Wenn gewünscht kan ich dir ein skizze machen.

Soweit ,

m fr gr Georg Fongers

Re: Kielreparatur und Motorlager
geschrieben von: Michael Ruck (IP bekannt)
Datum: 09.11.15 16:04

hallo Georg
danke für deine Einschätzung. Ich glaube ich setze den Motor wieder auf das Holzfundament, da mehr als 20 Stunden pro jahr wohl nicht zusammenkommen und der Aufwand somit zu groß wäre. Bislang wird der Motor durch 4 Holzschrauben befestigt, es wäre vielleicht sinnvoll in das Holzfundament 4 Metallinnenhülsen für maschinengewinde einzudrehen um den Kraftschluß zu erhöhen. da ein Durchbolzen nicht möglich ist.
Gruß aus dem süden
Micha

Re: Kielreparatur und Motorlager
geschrieben von: Bries (IP bekannt)
Datum: 10.11.15 12:17


Hallo Micha ,

Gute entscheidung ,
Wenn ca 5mm platz ist da ist ist es zu verstärkung vom holz fundamet vielleicht von vorteil ein winkel eisen da zwischen zu montieren , die 4 schrauben vom motor pratzen und 4 extra schrauben vom winkel eisen ins holz fundament zu schrauben.
Dan wird die kraftverteilung übers winkel eisen über das ganze holz fundament verteilt .

Vorher das winkel eisen grit strahlen und conservieren .

Nur so eine idee von ein tüftler

Succes und fr gr


Georg Fongers

Re: Kielreparatur und Motorlager
geschrieben von: Balkweger (IP bekannt)
Datum: 10.11.15 16:27


Hallo Michael,

alternativ kann man nen fertig feuerverzinkten Winkeleisen nehmen, dann kann man sich das aufwendige Konservieren sparen, nur die Schnittkanten mit Zinkstaubfarbe streichen.
Zur Befestigung reichen auch gute Stockschrauben. Gewindehülsen müssen sehr exakt eingesetzt werden, was Bein Einsetzen nicht immer gelingt, und dann läßt sich die Schraube nicht mehr eindrehen.

Grüße

Jens

Re: Kielreparatur und Motorlager
geschrieben von: Michael Ruck (IP bekannt)
Datum: 10.11.15 17:31

Hallo danke für die Tipps. Das mit dem Winkeleisen habe ich noch nicht ganz verstanden. Ich nehme an den Winkel unter die Motorpratze und dann vertikal und horizontal eine Schraube rein. an die Gewindehülsen habe ich gedacht da sich nach längerer Motorfahrt die Schrauben offensichtlich etwas losrütteln. Wenn ich nun die Originallöcher aufbohre für die Hülsen müßten die jetzt neuen Maschinenschrauben eigentlich passen.
Gruß aus dem Süden
Micha

Re: Kielreparatur und Motorlager
geschrieben von: André bauer (IP bekannt)
Datum: 10.11.15 19:14

Hallo Michael,

Durchgangsbolzen halten immer wesentlich mehr als im Holz eingelassene Hülsen.
Man kann die Hülsen mit Epoxy einkleben, mit den Schrauben in Position gebracht sitzen sie exakt.
Innen gefettet verkleben sie auch nicht mit den Bolzen.
Dennoch hält eine selbstsichernde oder gekonterte Mutter mit U-Scheibe immer wesentlich mehr.
Schrauben mit Holzgewinde würde ich in dem Fall direkt am Fundament gar nicht verwenden.
Holzschrauben sind nicht vibrationsfest, vor allem wenn die Last auf wenige verteilt wird.
Wenn sich die Kräfte etwas verteilt haben, sind Holzschrauben kein Problem.

Gruß,
André

Re: Kielreparatur und Motorlager
geschrieben von: Bries (IP bekannt)
Datum: 10.11.15 20:15

Hallo Micha,
Winkel eisen ,
Ich meine den flansch nach oben oder nach unten vertikal zu placieren ist egal .
Wie es am besten auskommt mit der montage vom motor auf das fundament .
Es sollte auch nicht das vertikale teil nach unten ans fundament geschraubt worden den die kräften kommen vertikal und jede horizontal quer bohrung am fundament verschwacht unnötig den holz balken.
Ausserdem im winkel neck ist die 90 gr übergang nicht winklich so das ein fest anliegen ohne den holzbalken zu bearbeiten wenn die rechtwinkelich ist zu bearbeiten nicht möchlich.
Ob du den vertikalen flansch nach oben oder unten placiert hängt nur davon ab was möchlich oder einfacher ist zum montieren .

Bis jetzt hat dein motor / boot schon langere zeit verhart am platz.

Wenn du die fundation ein wenig verstärkt hat das einfluss auf die vibratiomen die aufgenommen werden auf ein grössere fläche.

Wenn den platz reicht ist es noch eine verfeinerung die vordere pratzen nur auf das winkeleisen zu schrauben und vor und hinten den pratzen das winkel eisen an die holzbalken zu schrauben.
Am schwungrad seite wo ja auch das getriebe angeschraubt ist ist das nicht so notwendig

Die vordere pratzen haben eher die neigung zug und druck zu machen weil der motor dort leichter ist und mehr( wie hinten) in mitleidenschaft genommen werden wegen die ungleiche bewegung der kolben und verbrennungs stösse.
Am hinteren ende vom motor ist das gewicht , durch schwungrad und getriebe , ein grösseren gegenkraft wo durch weniger zug kräfte auftreten .
Ich würde zwischen winkel eisen und holzbalken ein verhärtende paste schmieren um ein uberal tragende verbindung zwischen die beiden zu erzeugen.

m fr gr Georg Fongers



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