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Lackkrater
geschrieben von: Nordwind (IP bekannt)
Datum: 24.11.15 14:25

Hallo Freundeskreis ,

es entstehen beim lakieren sowas ähliches wie Silikonkrater.

Vorbereitungen waren:

a) abziehen der alten Lackschicht bis aufs rohe Holz
b) schleifen mit 180er, bis keine ausgebleichten Holzfasern mehr zu sehen
waren
c) wässern und nach dem trocknen schleifen... 240 er
d) lackieren nach Anweisung des Hersteller, Umgebungstemperatur in der
Halle 15 Grad Selsius. Tockenzeiten wurden eingehalten.
e) ab dem vierten Auftrag bildeten sich auf der Oberfläche kleine Krater.
der Lack verlief nicht mehr kompl.

Decksmaterial : Kaja Mahagonie , Farbe Bootslack-Klar von Epiphanes. Hochwertige
Flachpinsel von Epiphanes.

Ich möchte diese aufwendige Arbeit in der nächste Saison noch einmal probieren.
Kennt hier jemand den Grund ,warum das Ergebnis nicht so begeisternt war?

Handbreit Jochen



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.11.15 14:30 von Nordwind.

Re: Lackkrater
geschrieben von: Dedel (IP bekannt)
Datum: 24.11.15 16:10

Moin Moin Jochen,
kann ausgeschlossen werden das etwas versprüht wurde in der Halle?
Z.B. eine Persenning imprägniert wurde.

Gruß
Detlef

Re: Lackkrater
geschrieben von: Balkweger (IP bekannt)
Datum: 24.11.15 17:14


Hallo Jochen,

machen Sie doch mal ein Bild vom Lackfehler, das hilft manchmal den Fehler einzugrenzen.
Silikonresre können aus ganz unterschiedlichen Quellen kommen, Schleifstäube, Polieturen und sogar Handcreme enthalten Silikon.
Einzige Chance ist die Fehlstellen anzuschreiben, den Schleifstäube vorsichtig zu entfernen und sehr penibel und oft mit Silikonentferner die Fläche zu wischen.

Grüße und viel Erfolg

Jens

Re: Lackkrater
geschrieben von: Nordwind (IP bekannt)
Datum: 24.11.15 17:32

Hallo Detlef,

kann ausgeschlossen werden, meist werden in der Halle kleinere Arbeiten von Eignern durchgeführt.
Ich hatte mir auch schon gedanken gemacht ob es an den Auspuffgasen, der Fahrzeuge liegt,
die zum Umsetzen bzw. Ein-Auslagern der Schiffe benutzt werden, oder eventuelle Polierarbeiten
in der Nachbarschaft. Aber das war in den vergangenen Jahren auch und es trat dort nicht dieser Fehler auf.
Ich muss noch hinzufügen, dass ich mit Reinigungsbezin und Staubbindetuch, vor jedem lakieren die
Oberfläche reinige.

Handbreit Jochen

Re: Lackkrater
geschrieben von: Nordwind (IP bekannt)
Datum: 24.11.15 17:49

Hallo Jens,

da ich ja auch zuerst angenommen habe ,es handelt sich um Silikonrückstände, habe ich mir im Fachhandel,
Silikonentferner und ein Zusatzmittel für den Lack besorgt ...beides hat nichts geholfen.
Da Du schreibst, Silikon wird vielfach eingestzt....hoffe jetzt nicht in meinen Handschuhen
( Firma Würht Blau), diese trage ich bei den Arbeiten und habe damit sicherlich die Oberfläche berührt. Das ist in diesem Jahr Neu.
Fotos kann ich erst wieder 2016 machen,da ich für längere Zeit nicht zum Schiff komme.

Handbreit Jochen

Re: Lackkrater
geschrieben von: Torsten (IP bekannt)
Datum: 25.11.15 20:33

Wie so etwas aussieht weiß ich. Hatte ich auch schon, solch eine nicht verlaufende bzw. abreißende Lackschicht. Ich male nur mit Le Tonkinois Marine Nr.1. In einem anderen Forum habe andere auch schon diese unsere negativen Erfahrungen gemacht.
Leider ist man, auch ich nicht, zu keinem konkreten Ergebnis gekommen was die Ursachen sind.
Kann man nur hoffen, das nach dem nächsten anschleifen, säubern und entfetten es nicht mehr auftritt.

Gruß
Torsten

Re: Lackkrater
geschrieben von: potemkin (IP bekannt)
Datum: 26.11.15 07:07

verlängere mal die trockenzeiten zwischen den folgeaufträgen deutlich. den jeweiligen zwischenschliff sehr sorgfältig ausführen, vor jedem zwischenschliff mit geeignetem lösemittel abwaschen. ggf. lack aus einer anderen produktionscharge verwenden. auf die taupunktproblematik achten. vor dem lackauftrag mit alkohol abwaschen.

Re: Lackkrater
geschrieben von: André bauer (IP bekannt)
Datum: 26.11.15 19:14

Hallo,

für die Lackkrater kommt neben Silikon auch jedes Fett oder Ruß in Frage.
Also auch die Abgase.
Was die Handschuhe angeht, sollte es ja auf der Packung stehen oder bei Würth zu erfragen sein.
Kann ich mir aber kaum vorstellen, schließlich verkauft Würth ausschließlich an Handwerk, da sollte sich so Baumarktmist nicht einschleichen.
Reinigungsbenzin kann Fette enthalten, ich würde im Zweifel mal Aceton versuchen.
Jeder Verdünner oder Reiniger auf Erdölbasis kann sowas hervorrufen, es sei denn, der Hersteller empfiehlt den ausdrücklich.
Aber selbst dann ist man vor Produktionsfehlern nicht sicher.

Mir ist das auch schon mal passiert, es kann einige Lackschichten dauern, bis die Krater wieder komplett verschwinden.
Insofern kann es schwierig sein, zu erkennen, ob man den Fehler gefunden hat.

Auch wenn der Nachbar das Poliermittel gewechselt hat, kann das solche bösen Folgen haben.
Das es nur auf dem Deck auftritt und nicht am Rumpf ist ja auch interessant.
Wurde der Rumpf nicht lackiert oder lag da etwas Zeit dazwischen?

Grüße,
André

Re: Lackkrater
geschrieben von: Nordwind (IP bekannt)
Datum: 27.11.15 12:18

Hallo Freundeskreis,

ein Danke für die Informationen.

Die Handschuhe werden Silikonfrei hergestellt !
Der Rumpf + Spiegelheck wurden ein Jahr vorher ohne Probleme lackiert.
Am Reinigungsbenzin habe ich wohl gespart :-((...... in der Zukunft werde ich vom
Farbenhersteller die etwas teurere Spritzverdünnung verwenden.

Ich werde mich auf jeden Fall im Frühjahr wieder melden,
ob positiv oder negativ.

Nochmals Danke an Euch!

Beste Grüße von der Küste.....Handbreit Jochen





Re: Lackkrater
geschrieben von: André bauer (IP bekannt)
Datum: 27.11.15 15:30

Hallo,

ich glaube nicht, das es an den Handschuhen oder der Verdünnung lag.
Normale Verdünnung funktioniert mit Epifanes ganz gut, Reinigungsbenzin kann natürlich etwas anders wirken...

Hast Du die Halle bzw. den Standplatz gewechselt oder hast Du andere Nachbarn?
Ich vermute auch die Umgebung als Verursacher.

Kenne einen Fall, wo bei einer Werft in Bremen ein ganzes Schiff (+70m...) entlackt und komplett neu lackiert werden mußte, weil jemand mit Silikon gearbeitet hatte.
Ein Millionschaden.
Seitdem sind selbst silikonhaltige Dichtungen im Einrichtungsbereich verboten.
Silikone gasen auch nach Jahren noch aus und verbreiten sich über weite Strecken.
Es muß also auch gar nichts mit den Nachbarn oder den Handschuhen zu tun haben, sondern kann ein Mittel sein, das Ihr z.B. zum Schmieren an der Maschine benutzt habt.
Und es muss wie gesagt auch kein Silikon sein, sondern kann auch Fett sein.

Gruß aus Bremen,

André

Re: Lackkrater
geschrieben von: Nordwind (IP bekannt)
Datum: 29.11.15 11:54

Hallo Andre,

genau werde ich wohl nie die Ursache/en erfahren.

Im Frühjahr werde ich das Schiff mit Folie und einer Holzkonstruktion von der Umgebung
abschirmen.

Deine Vermutungen mit den Nachbarn stimmt. Da ich nicht immer vor Ort bin, ist mir auch nicht
jeder Arbeitsschritt in meiner Nähe bekannt. Schaun wir mal was wird.

Ich wollte noch zwei Bilder vom Schiff anhängen, aber mir ist nicht erlaubt worden Dateien anzuhängen........vielleicht ja erst nach 100 Beirägen :-))

Handbreit Jochen



Re: Lackkrater
geschrieben von: Olaf_p32 (IP bekannt)
Datum: 07.12.15 10:50


Nicht immer sind die Nachbarn schuld.

Wie war denn das Wetter als die Krater auftraten ?
Und wie ist die Halle konstruiert.

Ich hatte mein Boot jahrelang in einer Halle in die bei Starkwind Regen und anderer Dreck aus der Umgebung gedrückt wurde. Zwischen Hallentor und Sturz waren oben ca. 3cm Luft. Ich habe selbst gesehen wie durch diesen Spalt feine Regentröpfchen bis auf mein Boot geblasen wurden. Der frische Lack war daraufhin auch mit Kratern übersäht.

Also vielleicht ist auch den Problem ein "äußeres".

Gruß Olaf



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