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Aus welchem Holz ein neues Ruderblatt fräsen
geschrieben von: P899 (IP bekannt)
Datum: 01.11.18 14:00

Hallo zusammen,

ich plane mir ein neues Ruderblatt aus Holz für meinen 15er Jollenkreuzer zu fräsen.

Eine entsprechende CNC 5-Achs-Fräse kann genutzt werden.

Aus welchem Holz stellt man so etwas am besten her und wer kennt Bezugsquellen dafür?

Das ganze wird in Krefeld stattfinden.

Viele Grüße


Michael Heber

Re: Aus welchem Holz ein neues Ruderblatt fräsen
geschrieben von: grotti56 (IP bekannt)
Datum: 01.11.18 17:18

hej,

Ruderblatt für 15 qm Jolli ist entweder aus Bootsbausperrholz oder in Leistenbauweise aus Mahagoni.

bei Sperrholz kann es krumm werden wenn in mehreren Schichten verleimt wird oder man hat eine Presse zur Verfügung.


Hej då Michael

Re: Aus welchem Holz ein neues Ruderblatt fräsen
geschrieben von: grotti56 (IP bekannt)
Datum: 01.11.18 17:18

hej,

Ruderblatt für 15 qm Jolli ist entweder aus Bootsbausperrholz oder in Leistenbauweise aus Mahagoni.

bei Sperrholz kann es krumm werden wenn in mehreren Schichten verleimt wird oder man hat eine Presse zur Verfügung.


Hej då Michael

Re: Aus welchem Holz ein neues Ruderblatt fräsen
geschrieben von: P899 (IP bekannt)
Datum: 01.11.18 17:24

Danke für die Info. Krumm werden wäre doof ich hätte ggf. eine Presse, die aber wohl nicht geeignet ist (ist zum Einpressen von Lagern), kenne mich mit dem Verpressen von Sperrholz auch nicht aus.

Dann wäre die richtige Lösung wohl Leistenbauweise aus Mahagoni.

Weiß jemand, wo man so etwas herbekommt oder ist hier eher "Bootsbauer fragen" angesagt?

Viele Grüße

Michael

Re: Aus welchem Holz ein neues Ruderblatt fräsen
geschrieben von: André bauer (IP bekannt)
Datum: 01.11.18 19:04

Moin,
Platten pressen kann jeder Tischler oder man besorgt sich etliche Pflastersteine und eine dicke Platte die den Druck gleichmäßig verteilt.
Verklebt man mit Epoxi braucht man gar nicht viel Druck.
Und krumm kann das auch kaum werden, eine gerade Unterlage vorausgesetzt.

Mahagonileisten kann auch jeder Tischler hobeln, die Beschaffung von Mahagoni ist eher das Problem in manchen Gegenden.

Für mich eher eine Frage der Optik.
Man kann auch mit hellen und dunklen Hölzern abwechselnd arbeiten.
Wichtig dabei sind eng liegende Jahresringe und die Beachtung der Lage dieser beim Verkleben.
Die Leisten dürfen nicht breiter sein als sie dick sind, so arbeitet das Blatt später weniger.
Wie man Stabplatten verleimt bzw. verklebt findet sich sicher auf U-Tube oder sonst irgendwo.

Gruß,
André

Re: Aus welchem Holz ein neues Ruderblatt fräsen
geschrieben von: André bauer (IP bekannt)
Datum: 04.11.18 20:17

Nachtrag:
Eine Frage der Optik weil Sperrholz nicht immer gut aussieht, wenn die Furniere geringfügig in der Dicke variieren. Die Übergänge zwischen den Furnieren werden dann keine schöne Kontur haben.
Besser wird ein Leistenruder aussehen.
Oder man verleimt selbst mehrere Lagen Vollholz bzw. Starkfurnier miteinander. Ein selbst gemachtes Sperrholz quasi.
Das muss aber in der Presse gemacht werden, sonst sieht man die Leimfugen zu stark oder die Übergänge von einer Schicht zur Nächsten.
Da Epoxi besser leimt wenn noch etwas Fuge übrig bleibt, würd ich hier kein EP nehmen, sondern PU-Leim oder anderen.
Abhängig vom Leim ist Kaltpressung vorzuziehen, also ungeheizte Presse.

Wasserfestes Sperrholz, gekauft oder selbstgemacht, arbeitet bei ausreichender Lagenanzahl nicht.
Bei Bootsbausperrholz muss drauf geachtet werden, das es für den Rumpfbau bzw. für den Außenbereich geeignet ist.
Innenausbausperrholz ist ungeeignet, weil die inneren Lagen nicht die gleiche Holzart und Qualität haben wie aussen.
Habe eine gute Veranschaulichung gefunden zum Verleimen von Leisten.
Die Leisten im Bespiel sind breiter als dick, in der Tischlerei üblich, im Bootsbau für solche Anwendungen nicht gut.
Da ist auch zu erkennen, in welcher Richtung die Jahresringe liegen sollten
Der beste Fall wäre 3, mit stehenden Ringen und schmalen Leisten ergibt sich die geringste Abweichung.
Wenn das nicht geht, dann Fall 6.

Gruß,
André

Anhänge: Holzverleimung.jpg (626kB)  
Re: Aus welchem Holz ein neues Ruderblatt fräsen
geschrieben von: helmsman-2 (IP bekannt)
Datum: 05.11.18 12:40

Ich habe auch schon profilierte Ruderblätter für meine Jollenkreuzer gebaut. Die Ruderblätter sind allerdings mit Glasgewebe beschichtet und dann reicht auch Fichtenholz oder Tannenholz, das auch aus Stäben verleimt ist.
Ich finde ja immer das Verleimen aus abwechselnd dunklen und helleren Holzsorten (wenn es dann sichtbar bleibt) nicht so schön, weil es im traditionellen Bootsbau so nicht herstellbar war. Und wenn man an traditionellen Booten schon die neuen Möglichkeiten nutzt, so sollte es doch möglichst originalgetreu aussehen. Ich würde also für einfarbig plädieren.

Klaus

Re: Aus welchem Holz ein neues Ruderblatt fräsen
geschrieben von: Andre R363 (IP bekannt)
Datum: 05.11.18 14:58

Hallo,
auf jeden Fall einfarbig.

Bei dieser sehr respektablen 1A Restaurierung (( [www.r81-xaverl.de] ) in Jahr 2010 nachsehen!) ist alles perfekt gemacht.
Aber bei dem Ruderblatt sieht es so aus als sei zum Ende hin das Holz ausgegangen.
Klar, Geschmackssache, aber für mich zu bunt.

Gruss
Andre r363



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.11.18 14:59 von Andre R363.

Re: Aus welchem Holz ein neues Ruderblatt fräsen
geschrieben von: P899 (IP bekannt)
Datum: 05.11.18 15:58

1 farbig ist wohl gesetzt.

Re: Aus welchem Holz ein neues Ruderblatt fräsen
geschrieben von: André bauer (IP bekannt)
Datum: 05.11.18 19:30

Da hat Klaus wohl recht, an klassischen Booten sollte man möglichst wenig verändern.



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