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Beteiligung an Renn-Jollenkreuzer von 1920
geschrieben von: Luke (IP bekannt)
Datum: 14.05.17 20:23

Ein fröhliches Moin an alle Träumer,

hier ist eine Einladung an jeden, der folgenden Aussagen zustimmt:

- ich liebe alte Schiffe, wegen ihrer Eleganz und Schönheit,
- ich liebe alte Schiffe, weil das Träumen von alten Zeiten so schön ist
- ich liebe alte Schiffe, weil ich mir das Segeln auf ihnen vorstelle,
- ich träume davon, selbst mit einem Klassiker einen Urlaub zu erleben
- ich träume davon, an historischen Regatten mit Klassikern teilzunehmen
- ich träume auch davon, einen Klassiker nach meinen Vorstellungen zu restaurieren

- leider verhindert mein Beruf / meine Frau / meine beiden linken Hände / die nicht vorhandene Scheune / meine Neigung, lieber zu segeln als zu basteln / andere akzeptable Hobbies, dass ich ein klassisches Segelboot selbst unterhalten oder gar selbst restaurieren kann,
- und leider verhindert das mir vom Arbeitgeber / meiner Frau / der Lottogesellschaft zugestandene Budget, dass mir eine Werft meiner Wahl alle evtl. mit einem solchen Boot verbundene Mühen abnimmt,
- aber einen gewissen Betrag würde ich doch freimachen können.

Wer 100% bei diesem „Test“ erzielt, möge weiterlesen, es geht - im Sinne von doppelter Freude und halber Last - um

Folgendes:

Es gibt da einen recht alten Jollenkreuzer aus dem Jahr 1920, gebaut bei der Yachtwerft W. Buchholz, Berlin. Dieser Jollenkreuzer paßt in keine der üblichen Klassen wie P, S, R oder B, denn er ist mit 8,5m sehr lang und dabei ziemlich schmal, ca 2 Meter. Die Maße sind also ähnlich einer 20qm Z-Jolle. Wie bei dieser ist auch das Heck so lang, dass Pinne und Ruderblatt durch einen Seilzug verbunden sind, was z.B. bei R-Booten unzulässig wäre. Die Erscheinung wird, soviel kann man sagen, sehr elegant und sehr ungewöhnlich sein. Das Boot ist problemlos trailerbar, ein tauglicher Tandemtrailer ist vorhanden.

Das Unterwasserschiff muss ausgeleistet und das Deck erneuert werden. Auch ein neues Rigg ist erforderlich (nur noch der Baum vorhanden).

Die Idee ist, sich auf das Entscheiden und Bezahlen zu beschränken und alle handwerklichen Arbeiten durch eine kompetente Werft erledigen zu lassen. Nach meinen Erfahrungen mit einer alten Gaffel-H-Jolle und nach diversen Berichten im „Klassiker“ und anderswo ist das auch genug Aufwand, denn es gibt hunderte Entscheidungen und Überlegungen dabei zu treffen, von sehr wichtig (Gaffel- oder Hochrigg?) über wichtig (Leinen, Dacron oder Carbon-Segel? In welcher Farbe?) bis weniger wichtig (unhistorische Curry-Klemmen aus Komfortgründen anbringen oder Belegnägel nutzen?)….

Natürlich soll jeder, der mitmacht und bezahlt, auch mitreden dürfen. Wie bei der elektrischen Eisenbahn ist die Aufbauphase ja eine der schönsten (Vorfreude und so). Deshalb erscheint diese „Einladung“ schon jetzt, bevor die ersten Arbeiten überhaupt begonnen haben. Und sollte jemand sehr gern handwerklich arbeiten, ist das nicht verboten (nur soll das Projekt auch dann fertig werden, wenn der anfängliche Elan evtl. später nachläßt).

Für die Zeit nach der Fertigstellung ist die Idee, dass jeder Eigner die Möglichkeit haben soll, das Boot zu verwenden, wann, wie und wo er das gern tun möchte. Wenn alle Beteiligten ohnehin nur wenig Zeit übrig haben, wird das hervorragend funktionieren.

Wie das Boot sehr gut verwendet werden kann:

- Klassiker-Regatten und -Events
- Urlaub/Wandersegeln auf europäischen Binnenrevieren (wobei die Kajüte extrem klein ist, zum Bewohnen also sehr große Gelenkigkeit erforderlich wäre) mit möglichen Synergien (einer zieht das Boot hin, ein anderer zurück)

Was eher nicht möglich sein wird:

- z.B. permanenter Standort in einem bestimmten Revier zwecks Wochenendsegeln


Wie die Eignergemeinschaft organisiert sein sollte:

- Gleiche Interessen, s. ganz oben
- Gleiches Budget (für die Restaurierung 4-5-stellig, je nach Anzahl der Miteigner, laufende jährliche Kosten max. 3-stellig, zzgl. selbst verursachte Schäden)
- Gleichberechtigung solange es keinen Stress gibt
- Klare Regeln zur Stressvermeidung, notfalls z.B. durch Trennung


So, wer sich vorstellen kann, hier mitzumachen, möge sich melden. Ich freue mich auf Austausch von Gedanken und Überlegungen und auf baldige Wiederherstellung eines eleganten und einzigartigen Bootes.

Beste Grüße aus Frankfurt/M

Luke









1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.05.17 20:27 von Luke.

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