PFLEGE & RESTAURIERUNG

Wo der Rott frisst - II


Nachdem wir in Folge I gesehen haben, welche Schäden durch die Einwirkungen von Feuchtigkeit und Korrosion außen am Schiff entstehen können, sollten wir unser Boot auch innen unter die Lupe nehmen. Unter Deck und in der Bilge befinden sich zahlreiche Stellen, denen man im Winterlager oft zu wenig Beachtung schenkt. Gerade diese Punkte müssen aber sehr sorgfältig vor dem Zuwasserlassen geprüft werden, da sie Ausgangspunkt für schwere Schäden sein können.

Deckverbindung: Ist zwischen Deck und Kajütwand eine Leckage, zieht Wasser unter die Verblendleisten.

Stauräume: Die Rückwände sind besonders gefährdet. Sie verspaken leicht und platzen ab.

Relingstützen: Unter Deck rottet das Holz, wenn die Stützen lose sind und Wasser nach innen zieht.

Durchgehende Bolzen: Zwischen Unterlegscheibe und Holz zieht leicht Wasser in die Bohrungen.

Eisen-Kielwrangen: Auch darunter rottet das Holz leicht. Die Spanten verlieren durch Rost ihre Stabilität.

Spanten: Wenn Spanten gebrochen oder Nieten herausgefallen sind, löst sich die Beplankung.

Bilge: Wo die Spanten in den Kiel münden, rottet das Holz am schnellsten oder wird schwarz.

Pantry: Wenn Anschlüsse für Frischwasser oder Abfluss lecken, bildet sich darunter Schimmel.

Tanks: Haben sich Rückstände im Brennstoff- und Wassertank gebildet? Filter kontrollieren.

Kajütsfußboden: Bretter liegen oft nicht fest, Bohlenenden verrotten durch Bilgewasser.

Stevenrohrbuchse: Beschlag kann undicht werden, Wasser dringt ins Stevenholz. Dichtungen prüfen.

Auspuff: Topf oder Krümmer können undicht oder verrostet sein. Ist der Außenflansch dicht?



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