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Likedeeler
geschrieben von: beetle-ralf (IP bekannt)
Datum: 08.11.16 13:33

Hallo,
ich bin neu hier und versuche gerade, die Historie eines Bootes zu erforschen, das mir kürzlich als Restaurationsprojekt angeboten wurde.
Es ist ein wunderschönes Boot, im Moment nach ca. 10 Jahren auf dem Trockenen und nur mit einer Plane abgedeckt, in einem sehr traurigen Zustand - also mehr ein Rekonstruktionsobjekt...
Trotzdem war es Liebe auf den ersten Blick und ich möchte das Schiff gerne wieder in einen seetauglichen und möglichst originalgetreuen Zustand versetzen.
Hier nun das, was ich bisher weiß:

Holzbootskörper Eiche auf Eiche, ca. 12,8 Meter lang, 2,6 Meter Breit. LWL ca. 8,5 Meter. Das Gewicht liegt bei 6 Tonnen. Unter der Plicht befindet sich ein kleiner Einbaudiesel. Es gibt einen Salon, der mindestens zum Teil in Mahagoni gehalten ist und eine große Schlafkoje.
Der Riß ähnelt für meine Begriffe einem 75qm National Kreuzer, dafür ist sie aber eigentlich zu "robust". Laut Eigner wurde das Schiff wohl vor 1900 als Segellängenyacht gebaut und soll bis 1948 unter Gaffeltakelung gefahren sein. Zur Zeit gibt es einen 15m-Holzmast (Hochtakelung) mit Fock. Über die Zeit wurden unterschiedlich große Großsegel und Bäume gefahren.
Es gibt einige Schwarz-Weiß-Fotos aus den 50/60 Jahren und Farbfotos aus neueren (noch besseren) Zeiten - alle schon mit Hochtakelung. Anfangs war eine Selbstwendefock mit Fockbaum vorhanden.

In den 50er bis 60er Jahren soll es Eignergemeinschaften an der Weser und am Bodensee gegeben haben, die sie unter dem Namen "Likedeeler" gefahren haben. Zuletzt war sie am Stargarder See beheimatet.

Das Deck hatte dunkle Planken und eine Seereling, später war das Deck weiß (Sperrholz) und von der Seereling sind nur noch einzelne Relingfüße vorhanden

Wer kann mir mit Hinweisen zu ursprünglicher Schiffsklasse, vielleicht zu Konstrukteur oder Werft oder auch Kontakt zu Voreigentümern weiterhelfen? Hat jemand alte Fotos, auf denen das Schiff möglicherweise alleine oder mit anderen Schiffen zu sehen ist?

Ich bin für jeden Hinweis dankbar und erstatte selbstverständlich alle möglichen Auslagen.

Fotos folgen noch.

Herzliche Grüße Ralf




3 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.11.16 19:28 von beetle-ralf.

Re: Likedeeler
geschrieben von: beetle-ralf (IP bekannt)
Datum: 08.11.16 19:38

Wie bekommt man hier Fotos rein???



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.11.16 19:39 von beetle-ralf.

Re: Likedeeler
geschrieben von: André bauer (IP bekannt)
Datum: 09.11.16 19:16

Moin Ralf,
Fotos einstellen: Dateien müssen kleiner als 1Mb sein. Dann klappt es regelmäßig.

Bei einem Boot mit den Maßen, das robuster als ein Nationaler Kreuzer ist denke ich an einen 50er Seefahrtkreuzer.
Dann könnte das Boot aber nur nach 1933 gebaut worden sein.

Grüße,
André

Re: Likedeeler
geschrieben von: Allegretto, ma non troppo (IP bekannt)
Datum: 14.11.16 13:32

Hallo Ralf,

deine Geschichte klingt ja sehr interessant und das beschriebene Schiff scheint sehr ansprechende Maße zu haben.
Deine Mutmaßung, es könnte sich um einen 75er Nationalen handeln, habe ich auch gleich für realistisch gefunden, doch nach mehrmaligem Lesen fiel mir einiges auf:
der Rumpf ist mit Eiche beplankt, wie du schreibst. Das wäre bei sportlichen Regattabooten, wie es der Nationale unbedingt war, nicht üblich. Auch das Gewicht von 6 Tonnen ist für einen 75er Nationalen das übliche Gewicht, wenn nicht eher an der Unteren Grenze, da ja sogar noch eine Maschine eingebaut ist. Ein Rumpf Eiche auf Eiche in deinen Maßen wäre sicher schwerer.
Eiche macht auch bei solchen Schiffen wenig Sinn, denn bei der üblichen dünnen Beplankung von Sportbooten (siehe geringes Gewicht von 6 Tonnen) neigt Eiche sehr zum Verwerfen und zur Rissbildung. Könnten die Planken nicht aus Lärche sein? Das gäbe mehr Sinn und würde auch eher zum Gewicht passen.
Interessant wäre, ob auf dem Boot ein Ansatz für einen Klüverbaum zu finden ist. Viele damaligen Boote (falls deine Baujahrvermutung stimmen sollte). hatten diesen, insbesondere, wenn sie gaffelgeriggt waren.
Fotos wären hier sehr hilfreich, insbesondere solche vom Unterwasserschiff.
Wo liegt denn das Boot und wo wurde es die letzte Zeit gesegelt?
Bin gespannt, ob wir hier gemeinsam zu einem Ergebnis kommen.
Viel Glück und herzliche Grüße
Reinhard

Re: Likedeeler
geschrieben von: danebrog (IP bekannt)
Datum: 15.11.16 23:29

Hallo Ralf,

sind auf den alten Fotos das/die Segelzeichen erkennbar? Vermutlich ist kein alter Meßbrief mehr vorhanden, aber vielleicht ein Werftschild?

12,8 m Länge ist für die Frühzeit des Segelsports um 1900 - sofern Du die richtige Info bekommen hast - schon ziemlich groß, so dass es sich evtl. um einen Einzelbau handeln könnte.

Auf der Startseite hier findest Du links oben unter "Home" und "Forum" an 3. Stelle "Yachten & mehr". Dort sind nicht nur unsere, noch aktuell existierenden Boote verzeichnet, sondern auch die alten Register nach Jahr, Klasse etc. als Scan aufrufbar.

Ich persönlich würde mich an der LÜA und Breite orientieren. Das könnte ganz gut klappen, weil das Boot ja vermutlich nicht, wie z. B. bei einigen Schärenkreuzern das Heck aufgrund von Gammel, kurzerhand gekürzt wurde.

Wenn Du tatsächlich die Bootsklasse, die Werft, den Namen ausfindig gemacht hast, kannst Du in den alten Jahrgängen der "Yacht" - aufrufbar im "Yachtsportarchiv" - weiter stöbern und evtl. auf Regattateilnahmen u. ä. stoßen.

Dem Wunsch nach einem Foto schließe ich mich an und wenn man an dieser Stelle auch mal erfahren könnte, was aus den Anfragen und Recherchen anschließend geworden ist, wäre das auch schön.

Dann viel Spaß bei der Fleißarbeit und viel Erfolg

Grüße
Danebrog




Re: Likedeeler
geschrieben von: danebrog (IP bekannt)
Datum: 16.11.16 08:29

Nachtrag:

Mit fiel schon gestern Abend auf, das hier bei den gelisteten Mitgliederyachten ein/e "Likedeeler" existiert - am Starnberger See. Vielleicht hat Dir das Rechtschreibprogramm einen Streich gespielt?

Die Länge ist zwar mit 12,3 m angegeben, aber auch hier würde ich Meß- bzw. Schreibfehler nicht ausschließen,
1. weil Viele die Maße gerne runden,
2. weil das Maßband um den Mast rum und über das Kajütdach geführt wird, anstatt die LÜA in der Waage- und Lotrechten zu vermessen und
3. falls tatsächlich eine Spiere vorhanden sein sollte, besteht die Unsicherheit, ob sie dazugerechnet wird oder nicht.

Ansonsten stimmen die Breite und "Eiche auf Eiche". Es ist ein Foto dabei, so dass Du es auf den ersten Blick erkennen könntest.

Wenn es wirklich dasselbe Boot ist, hast Du eine Kreuzerjacht von MAX OERTZ am Wickel!!! => Jubeln! Kaufen!
Und über alles andere später nachdenken! winking smiley

Viele Grüße
Dagmar

Re: Likedeeler
geschrieben von: beetle-ralf (IP bekannt)
Datum: 16.11.16 10:21

Vielen Dank für eure interessanten Antworten.

Mein Rechtschreibprogramm hat mir keinen Streich gespielt. Es handelt sich tatsächlich um die Likedeeler vom Starnberger See. So schön, wie auf dem Mitgliederfoto sieht sie leider inzwischen nicht mehr aus. Nach vermutlich 10 Jahren an Land ohne wirklich ausreichenden Wetterschutz ist von der alten Schönheit viel verloren gegangen, um es mal freundlich auszudrücken...
Was bleibt, ist eine faszinierende Yacht, in die ich mich schon beim Betrachten der (nicht geschönten) aktuellen Fotos verliebt habe, viel Arbeit, aber die Vorfreude auf Tischler- und Schreinerarbeiten - und den ersten Segeltörn vielleicht auf dem Ueckerhaff...

Die neulich genannten Maße sind in der Tat nicht ganz genau. Die Länge ist ca. 12.40, wobei sicher ist, daß am Heck Anfang der 50er Jahre ca. 12 cm erst dem Gammel und anschließend der Säge zum Opfer fielen. Tiefgang ist ca. 1,55-1,60. Das Gewicht ist mit 6 To. auch nur geschätzt, kann auch mehr sein - die Eichenplanken sind 30 mm stark.

Im Moment ist das vorrangige Problem, daß das Schiff zwar auf einem sehr guten und stabilen Trailer steht, auf dem ich es locker die 80 km zu mir nach Hause ziehen könnte, aber der Trailer nicht zugelassen ist. Er wurde vor gut 3 Jahren mal mit einem Kurzzeitkennzeichen mit Schiff gefahren, Mittlerweile bekommt man dieses Kennzeichen meines Wissens aber nur noch für Fahrzeuge mit gültiger HU...
Wenn jemand eine praktikable Idee hat, wie das Problem gelöst werden kann, springe ich vor Freude an die Decke.
Ansonsten versuche ich erst einmal weiter, die Geschichte des Schiffchens vor 1950 zu ergründen. Alles danach ist im Wesentlichen bekannt, auch was spätere Reparaturen und Umbauten betrifft.
In welchen Archiven kann man denn noch stöbern, um da etwas zu erfahren?
Es bleibt also sehr spannend...

Herzliche Grüße vom Ralf

Re: Likedeeler
geschrieben von: danebrog (IP bekannt)
Datum: 16.11.16 11:30

Großartig!!!! smiling smiley smiling smiley smiling smiley

Es gibt eine Monographie zu Oertz, die ich Dir empfehlen kann:

Klaus Kramer, Max Oertz. Genie, Yachtkonstrukteur, Aeronaut und Erfinder. Erschienen im Eigenverlag, 2001.

Ich glaube, bei amazon oder ebay sind immer welche im Angebot - ansonsten nochmal melden.

Auch hier intern auf der Homepage gibt es mind. einen ausführlichen Beitrag unter Werften/ Klassennotizen usw. Einfach mal stöbern. Und die alten Jahrgänge der "Yacht" nicht vergessen!

Und jetzt freut sich das Historikerlein ungeniert mit!

Viele Grüße
Dagmar

Re: Likedeeler
geschrieben von: André bauer (IP bekannt)
Datum: 16.11.16 13:02

Moin Ralf,

die 6 Tonnen sind für 30 mm starke Eichenplanken deutlich untertrieben.
Mein 50er hat bei ähnlichen Maßen, Tabascomahagoniplanken und einem Ballastgewicht von 3,33 t eine Verdrängung von 7-8 t.
Eiche ist einiges schwerer als Tabasco.

Das solltest Du auch für den Straßentransport berücksichtigen, der Trailer muss das tatsächliche Gewicht auch tragen können.
Den Trailer sollte sich ein Mechaniker vor Ort ansehen, besonders die Bremsen.
Dann kann das Gespann zum TÜV, meines Wissens nach ohne Zulassung solange man den direkten Weg fährt.

Gruß,
André

Re: Likedeeler
geschrieben von: beetle-ralf (IP bekannt)
Datum: 16.11.16 15:55

Hallo, Andrè,

danke für Deine Antwort.
Das mit dem Gewicht muß ich in der Tat mal prüfen, ist aber im Augenblick vermutlich unkritisch. Das Schiff ist auf dem Trailer schon vom Starnberger See ins schöne Land Brandenburg gerollt - und da steht es nun seit 3 1/2 Jahren auf dem Trailer und wartet auf bessere Zeiten. Die nächste Aufgabe ist daher - wohl ohne Alternative - ein Transport der ganzen Fuhre zu mir nach Hause. Das sind ca. 80 überschaubare Kilometer ohne besondere Hindernisse, fast durchweg Autobahn. Wenn ich dann mal so weit bin, daß sie wieder Wasser unter den Kiel bekommen kann, habe ich nur knapp 2 km gerade Strecke zum Yachthafen mit Kran. Das ist mit Warnblinklicht und 25kmh-Schild in 10 Minuten erledigt.

Vorher möchte ich aber noch herausbekommen, als was sie wann wirklich mal gebaut wurde und wo sie zuerst beheimatet war.

Gruß Ralf

Re: Likedeeler
geschrieben von: danebrog (IP bekannt)
Datum: 16.11.16 16:44

> Vorher möchte ich aber noch herausbekommen, als
> was sie wann wirklich mal gebaut wurde und wo sie
> zuerst beheimatet war.
>
> Gruß Ralf



Wäre ein Leichtes ...

Re: Likedeeler
geschrieben von: beetle-ralf (IP bekannt)
Datum: 16.11.16 23:16

Na, wie leicht ist es denn?
Ich bin schon seit einigen Wochen am Recherchieren, aber vor 1950 bin ich leider noch nicht vorgedrungen...
Von 1949 bis 1963 war sie wohl im DSV-Register unter VIII 91 registriert. Eigner waren in dieser Zeit ein H. J. Meyer (SV Unterweser), später H. Borkowski (Neustädter SV). Danach war der Zahnarzt Kurt Wolf Eigner. Er segelte sie unter dem Namen "Peter III". Es taucht noch der Name Winkler-Werft in Lusum auf, wo sie von der späteren Eignergemeinschaft erworben wurde. Seither unter dem Namen Likedeeler in einer Eignergemeinschaft bis 1960.
Das muß jetzt nicht alles korrekt sein, aber soweit meine "überlieferten" Informationen...
Gebaut vermutlich um 1900 und ursprünglich wohl mit Gaffeltakelung und Klüversegel.
Der Rest sind Fragezeichen.
Das Buch über Max Oertz habe ich mir geordert. Mal sehen, was ich darin finde...

Gruß Ralf

Re: Likedeeler
geschrieben von: rw (IP bekannt)
Datum: 17.11.16 01:00

SVU und die Winkler-Werft gibt es noch, evtl. gibt es da noch Informationen.

Viel Glück
rw

Re: Likedeeler
geschrieben von: Allegretto, ma non troppo (IP bekannt)
Datum: 17.11.16 15:36

Lieber Ralf,

sei mir nicht böse, aber ich fühle mich hier wie bei Günter Jauch.

Du bittest hier tausende Mitglieder um Hilfe und viele wollen dir wirklich helfen. Auch ich.
Aber: du kündigst eine möglichst originale Restaurierung an und bist nicht in der Lage, die genauen Maße des Bootes mitzuteilen. Geschweige denn das Gewicht, das du einfach nur geschätzt hast, wie du schreibst. Wo sind Bilder der Yacht?
Ich habe mir hier mal vor ca. einem Jahr für einen Fragenden den Kopf zerbrochen wegen einer Yacht und letztendlich hat jemand aus dem Mitgliederkreis das Foto und die Yacht persönlich gekannt. Die angegebene Länge hat um genau 2 Meter !!!!!!! oder 200 cm!!! mit den Angaben des Fragenden differiert. Das muß nicht sein und ist schon sehr peinlich! Für was zerbrechen wir uns eigentlich den Kopf?
Und...Stell doch bitte ein paar aussagefähige Bilder hier ein.

Und die Sache mit der LIKEDEELER aus dem Yachtregister ist mir auch ein Rätsel. Erstens frage ich mich, warum jemand die Allgemeinheit bemüht, ohne zuerst mal selbst im Yachtregister des Freundeskreises nachzuschauen. Sollte dein Projekt wirklich identisch sein mit dem Boot im Yachtregister, dann wundere ich mich, woher im Yachtregister die Info "Max Oertz" und "Kaiserliche Werft" kommt. Das müßte doch dann auch der Verkäufer oder Voreigner des Bootes wissen, denke ich.
Mir sträuben sich bei solchen Dingen einfach die Haare, weil mir als A&R-Fan schon so viele A&R- Boote angeboten worden sind, die sich bei der Besichtigung dann beim ersten Blick als alles andere als von A&R gebaut erwiesen haben. Die lapidare Antwort der Verkäufer war dann einfach: mir wurde erzählt, dass das Boot "vermutlich" bei A&R gebaut wurde.
Sicher, Vermutungen sind nicht strafbar, aber sie sollten als solche von Vornherein gekennzeichnet sein. Wir wollen hier doch keine Fantasieprojekte horten, sondern seriöse Erhaltungsarbeit im Sinne der Nachwelt leisten. Ansonsten fahren nur noch angebliche A&R- Max Oertz- oder S&S-Boote durch die Gegend. Damit ist keinem gedient.
Und ein Nachweis der Herkunft eines Bootes ist letztendlich nur eine Baunummer, ein Fabrikschild (natürlich kein gefälschtes- ist mir auch schon untergekommen), vielleicht ein Originalplan, eine Originalrechnung oder ein Originaleintrag in Vereinsregister oder ein Messbrief. Am Besten bei sehr alten Schiffen alles zusammen. Die Maße müssen natürlich stimmen.

Also meine nochmalige Bitte: Miß nochmals genau nach und stelle bitte Bilder ein, wenn es dir ernst ist.

Dann ist alles viel einfacher......und vielleicht kommt dann auch ein seriöses Ergebnis heraus.
Das wünsche ich mir vor Allem für spätere Eigner, denen das Schiff mal angeboten wird.

Herzlichen Gruß
Reinhard

Re: Likedeeler
geschrieben von: Allegretto, ma non troppo (IP bekannt)
Datum: 17.11.16 15:59

Hallo Ralf,

zum Buch "MAX OERTZ - Genie, Yachtkonstrukteur, Aeronaut und Erfinder":

ein sehr tolles kleines Büchlein (oder eher Heftchen mit 75 Seiten), das viel Einblick in das Leben und das Denken von Max Oertz liefert. Aber du wirst dort nichts über dein Projekt finden, denke ich. Hab es extra rausgekramt und durchgeblättert.

Viele Grüße
Reinhard

Re: Likedeeler
geschrieben von: Allegretto, ma non troppo (IP bekannt)
Datum: 17.11.16 16:10

Hallo Ralf,

ich hab gerade nochmals in dem Buch nachgestöbert und doch eine kurze interessante Passage entdeckt:
Auf Seite 21 steht etwas über die "Nahtspantenbauweise", die M.Oertz kurze Zeit auch bei Segellängenyachten angewandt hatte. Diese Bauweise könntest du in deinem Boot leicht identifizieren. Und falls vorhanden, hättest du ein Indiz (keinen Beweis) schon mal für das ungefähre Alter. Auch hier: Bild wäre schön!

Viele Grüße
Reinhard


Re: Likedeeler
geschrieben von: danebrog (IP bekannt)
Datum: 17.11.16 16:36

Lieber Reinhard! (Jawohl, Du hast richtig gelesen!)

Du sprichst mir aus der Seele!! Der thread verläuft so, dass man sich ärgern könnte.

Wenn hier einer neu ist, sehe ich es nach, wenn es erstmal eine Weile braucht, bis er sich durch die vielen, vielen Seiten hier gearbeitet hat. Aber etwas Vorarbeit erwarte ich auch.

Mit der Geschichte einzelner Boote habe ich mich bereits öfter auseinandergesetzt und meine, dass es mir relativ leicht von der Hand geht. Trotzdem investiert man doch z. T. nicht unerheblich Zeit.

Und wenn ich dann lese, dass jemand, der über einen Führerschein und vermutlich auch ein Auto verfügt, hier anfragt, wie man einen Trailer auf die Straße bringt, anstatt sich per Telefon/Homepage beim nächsten Verkehrsamt/Zulassungsstelle aus 1. Hand zu informieren, dann ist das schlichtweg Faulheit.

Er hat die gewünschte Auskunft bekommen und sich dafür persönlich bedankt und überschwängliche Worte gefunden. Das ist absolut ok!
Hätte ich mir aber auch gewünscht, zumal ich den entscheidenden Tipp zur Identifikation des Bootes gegeben habe!!

Ich habe weiterführende Informationen zur weiteren Recherche gegeben. Das muß in diesem Fall reichen, denn meine Motivation, mich hier weiter bei soviel Desinformation und Desinteresse zu engagieren, ist nun bei Null.

Mit bestem Gruß
Dagmar


Re: Likedeeler
geschrieben von: beetle-ralf (IP bekannt)
Datum: 17.11.16 17:17

Hallo und Danke erst einmal an alle, die sich hier bisher meinem "Problem" gewidmet haben.
Wie ich anfangs erwähnte und es hier schon richtig anklang, bin ich neu hier und sicher mit vielen Gepflogenheiten hier noch nicht vertraut - genau deshalb frage ich bei erfahrenen Menschen nach ihrem Wissen. Dazu gibt es solche Foren.
Persönliche Angriffe oder Schlammschlachten gehören für meine Begriffe nicht dazu.
Nun noch einmal zur "Sachlage":
Die anfangs von mir genannten Maße waren Informationen vom bisherigen Eigner. Ich habe selbst gemessen und bin zum Beispiel bei der Länge auf ein anderes Maß (12,40 m) gekommen. Auch die Gewichtsangabe stammt vom Eigner, der auch sagte, daß ein Bleiballast von ca. 3 Tonnen verbaut ist. Prüfen konnte ich dergleichen Dinge bisher nicht, da das Boot wie bereits erwähnt, noch beim bisherigen Eigner auf dem Trailer steht.
Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen, bin ich für jede Hilfe oder Anregung dankbar. Für mich ist dieses Projekt gerade erst 4 Wochen alt und traf mich völlig "unvorbereitet". Ich bitte daher sehr um etwas Nachsicht, wenn etwas nicht korrekt ausgedrückt ist oder Dinge gefragt werden, die euch möglicherweise völlig klar sind. Und von solchen Bemerkungen, wie der Umgang mit der örtlichen Zulassungsstelle fühle ich mich leider sehr persönlich angegriffen. Selbstverständlich habe ich dort angefragt, was es an "legalen" Möglichkeiten gibt und hätte ich dort auch nur eine gescheite Antwort bekommen, hätte ich dieses Problem hier sicher nicht ins Forum gestellt.
Ich werde hier auch sicher niemanden mit Fragen behelligen, die ich nicht selbst vorher schon mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln versucht habe zu klären. Seit gerade mal 3 Tagen bin ich im Besitz einiger Schriftstücke, die mir der bisherige Eigner freundlicherweise überließ. Er hat um 2000 herum auch einiges recherchiert, es dann aber scheinbar nicht weiter verfolgt. Er sagte mir zum Thema "MAx Oertz" und "Kaiserliche Werft" nur, daß die Einträge im Register nicht von ihm seien...
Sowie es mir gelingt, Fotos hochzuladen, werde ich es tun. Dann weiß jeder, den es noch interessiert, worum es geht. MeinRechner hat das bisher "verweigert". Der Umgang mit Hobel und Säge fällt mir leichter als der ganze IT-Krams...
Ich hoffe, daß ich nun niemanden meinerseits verletzt habe und würde mich freuen, wenn sich die Wogen hier etwas glätten würden.

Gruß Ralf

Re: Likedeeler
geschrieben von: beetle-ralf (IP bekannt)
Datum: 17.11.16 18:56

Hier nun mal einige Fotos, die ich in kleiner 1 MB finden konnte:

/Users/Ralf/Pictures/iPhoto Library/Originals/2016/26.10_24.2016/IMG_6602.JPG/Users/Ralf/Pictures/iPhoto Library/Originals/2016/26.10_24.2016/IMG_6604.JPG/Users/Ralf/Pictures/iPhoto Library/Originals/2016/26.10_24.2016/IMG_6603.JPG/Users/Ralf/Pictures/iPhoto Library/Originals/2016/26.10_24.2016/IMG_6607.JPG/Users/Ralf/Pictures/iPhoto Library/Originals/2016/26.10_24.2016/IMG_6606.JPG/Users/Ralf/Pictures/iPhoto Library/Originals/2016/26.10_24.2016/IMG_6605.JPG/Users/Ralf/Pictures/iPhoto Library/Originals/2016/26.10_24.2016/IMG_6600.JPG/Users/Ralf/Pictures/iPhoto Library/Originals/2016/26.10_24.2016/IMG_6576.JPG/Users/Ralf/Pictures/iPhoto Library/Originals/2016/26.10_24.2016/IMG_6577.JPG/Users/Ralf/Pictures/iPhoto Library/Originals/2016/26.10_24.2016/IMG_6580.JPG/Users/Ralf/Pictures/iPhoto Library/Originals/2016/26.10_24.2016/IMG_6574.JPG/Users/Ralf/Pictures/iPhoto Library/Originals/2016/26.10_24.2016/IMG_6584.JPG

Re: Likedeeler
geschrieben von: Allegretto, ma non troppo (IP bekannt)
Datum: 18.11.16 10:56

Hallo Ralf,

wie kann man deine Bilder öffnen?

Du schreibst von persönlichen Angriffen oder Schlammschlacht.
Ich für meine Person habe dir lediglich mein Unwohlsein kundgetan und dir in sachlicher Weise erklärt, warum ich hier gern sachliche Antworten gebe. Zudem habe ich dich dann um eine Vorgehensweise GEBETEN.
Wenn du das als Schlammschlacht oder als persönlichen Angriff einstufst, dann Bitte Schön. Aber ich finde es einfach Schade der Schiffe wegen und des gemeinsamen Interesses wegen.
Die Sache mit dem Trailer hatte ich mir ohnehin gestern verkniffen. Ich versteh dein Problem einfach nicht. Wichtig bei einem Trailer sind wie bei jedem Lastfahrzeug das Gewicht sowie die Maße des zu befördernden Gutes. Und wenn man dies hat, kann man auf den Markt gehen und sich einen Trailer kaufen oder bauen lassen. Es gibt da auch gebrauchte. Trailer für den Gebrauch auf abgeschlossenem Werftterrain gibt es zuhauff. Da mußt du selbst oder der Werftinhaber sehen, dass er technisch sicher ist. Aber wenn du damit auf öffentlichen Strassen unterwegs sein willst (du schreibst sogar von Autobahn), dann muß er schlicht und ergreifend eine gültige Strassenzulassung haben. Ganz einfach. Wie dein Auto auch! Und die bekommst du von der Zulassungsstelle, wenn alle Vorschriften erfüllt sind. Ob der Trailer dann zulassungstauglich ist und wie du ihn auf diesen Zustand bringst, dafür gibt es einschlägige Werkstätten.
Ohne diese Zulassung ist es einfach unzulässige und unverantwortliche Gefährdung der Mitmenschen und deren Kinder.
Viele von uns beauftragen eine geeignete Yachttransportfirma. Dort haben die Fahrzeuge meist Luftfederung, sodass die oft sehr weichen Verbände der zu restaurierenden Boote nicht so sehr beansprucht werden.
Ganz ohne einen EURO geht das alles jedoch nicht. Ein Schiff mit über 12 Meter ist eben keine kleine Jolle.
Also zusammengefaßt: wenn ich das richtig gelesen habe, suchst du nur einen Transport für die 80 km öffentliche Strasse. Das wirtschaftlichste wäre sicher eine Transportfirma. Danach für die jeweils 2 km mit 25 km/h oder nur 6 km/h genügt vielleicht dein vorhandenes Vehikel, wenn es bruchsicher ist und bremsbar.
Ich werde mich jetzt hier ausklinken, aber dein Projekt mal im Auge behalten und wünsche mir, dass deine Recherchen auch zu einem seriösen Ergebnis kommen.

Viele Grüße
Reinhard


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