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Re: Folkeboot 'Amanda', gebaut 1956 in Motala, Schweden
geschrieben von: günni (IP bekannt)
Datum: 25.08.17 22:03

Hej Andre,
Deine Skizze mit der Kraftannahme kann grafisch nach Fx,Fy und Fz aufgelöst werden und alles wird etwas übersichtlicher für einen nächsten Schritt.
Das Pütting liegt innen sichtbar auf dem Doppelspant und ist mit jenem und der Außenhaut innerhalb der Landungen verschraubt. Die Dimension des Wanteisens entspricht denen eines Rahtje-50er's und macht mir keinerlei Sorgen, nur Dedels M6 Schrauben!
Dessen Foto von der Einfahrt in die Schlei erinnert an meine 40 Kreuzschläge für die lächerliche Länge der Schleimünde-Mole in Richtung Osten. Vor Schönhagen dann der Gedanke, bei einem Schwerpunkt des Mastes ca. 2Meter unterhalb des Fockbeschlags die Formel für Reduktion der Masse auf einen zu bestimmenden Punkt wieder ins Arbeitsgedächtnis zu laden und dann E(kin) anzusetzen.
In der letzten Yacht (75 Jahre Folke...) war ein neues Boot skizziert, mit stark nach achtern getrimmtem Mast. Der Mastbeschlag der Fock befindet sich jetzt senkrecht über dem Pütting......!
Grüßchen, günni.

Re: Folkeboot 'Amanda', gebaut 1956 in Motala, Schweden
geschrieben von: André bauer (IP bekannt)
Datum: 26.08.17 00:36

Moin. Günni,

wie ich auch schon geschrieben habe, die Kräfte haben horizontale und vertikale Komponenten, manchmal wie Du richtig schreibst auch noch eine dritte Dimension.

Mir is noch nich klar, ob bei der Sache der Spant arbeitet, weil der Spant und die Verbindung zur Außenhaut zu schwach sind oder weil durch das längsseits montierte Pütting Abhebekräfte zwischen Pütting und Spant entstehen und das deshalb die oberste Verbindung überlastet wird.
Wenn der Winkel zwischen Zugrichtung des Wants und Spantkopf deutlich größer ist als bei einem Rahtje 50er,
müssen auch das Pütting und der Spant entsprechend dimensioniert sein.
Schätze der Spant ist zu schwach. Auch weil das Pütting in eine deutlich andere Richtung zieht, als der Spantkopf zeigt.

Effektiv und wenig Aufwand wäre eine Verstärkung des Spants in Querrichtung, eventuell mit dem Pütting verschweißt, so das ein Winkel entsteht.
Schweißen würde allerdings den Ausbau des Püttings bedeuten.

Grüße,
André

Re: Folkeboot 'Amanda', gebaut 1956 in Motala, Schweden
geschrieben von: günni (IP bekannt)
Datum: 28.08.17 22:05

Hej Andre,
die ganze Folke-Mastaufhängung ist recht zart, eigentlich gehören da noch Oberwanten und Backstagen hin um bei ruppigem Wetter heil anzukommen, und eventuell eine Kopie der 50er-Spanten plus eines massiven Decksbalkens.
Dedels kleiner Ausrutscher kommt mir jetzt wie eine Problemlösung vor, beidseitig des vorhandenen Püttings eine, mehrere Spanten übergreifende, waagerechte Armierung anpassen und im ausgebautem Zustand verschweißen. Die Konstruktion über die vorhandenen Nietlöcher mit Balkweger, Spanten und Außenhaut verschraubt als Kraftverteilung wirken lassen....... oder bei schlechtem Wetter generell ohne Boot ins Badeparadies ziehen!
Grüßchen, günni.

Re: Folkeboot 'Amanda', gebaut 1956 in Motala, Schweden
geschrieben von: bob57 (IP bekannt)
Datum: 29.08.17 11:00

Moin,

vielleicht hilft es ja weiter

bei meinem alten DDR-20er hat man folgendes gemacht

Von innen wurde ein quer über mehrere Spanten gehendes U-Eisen eingebogen und mit den Decksträgern verschraubt. Die oberen Schrauben der Püttings gehen durch den Spant und durch das U-Eisen

Warum man statt des U-Eisens keine Winkel genommen hat, weiß ich nicht; da der Jolli aber ohnehin irgendwie "zusammengestrickt" aussieht, nehme ich an, man hatte die U-Eisen einfach über.


Gruß vom
Bob

(Diplom-Improvisationsprofi)

Re: Folkeboot 'Amanda', gebaut 1956 in Motala, Schweden
geschrieben von: André bauer (IP bekannt)
Datum: 30.08.17 21:56

Moin,

kann man sicher machen, ist aber überdimensioniert.
Das Rigg reisst ja nicht reihenweise Püttinge aus den Folkedecks, so das zusätzliche Wanten nötig wären.
Der Schaden tritt über längere Zeiträume auf und nur sehr lokal, nämlich an der obersten Verbindung des Püttingspants.
Der Spant muss also dran gehindert werden die oberste Verbindung zu überlasten und die Bewegung (im Bereich von 1/10 mm) minimiert werden.
Die Kraft nach unten weiterleiten und den Spant verstärken gelingt am besten mit einem Flacheisen das in Spantebene vor den Spant geschraubt wird.
Ein Winkel oder Ähnliches längs unter Deck vor die Spanten geschraubt wird allein schon nicht möglich sein, weil die Spanten verschieden stark sind und noch dazu das Püttingeisen auf dem einen sitzt.
Entweder wird der Winkel seitlich vorn und achtern am Pütting verschweißt oder es muss um das Pütting drum rum verformt werden.
Was aber sehr genau sein müsste, damit nicht einzelne Schrauben in den angeschlossenen Spanten deutlich mehr Druck bekommen als andere.
Am besten wäre diese Konstruktion mit einem Flach, verformt über die Spanten und verschraubt, und einem zweiten Flach als Winkel unter Deck an das erste geheftet, zu lösen.
Ausbauen, voll verschweißen, verzinken und wieder einbauen.
Ich seh aber die Notwendigkeit dafür nicht, weil wie gesagt ja scheinbar nur Langzeitschaden, keine Schäden an neuen Booten.
Sonst hätte man die Konstruktion schon früher geändert, als noch Holzfolkes gebaut wurden.

Grüße,
André

Re: Folkeboot 'Amanda', gebaut 1956 in Motala, Schweden
geschrieben von: günni (IP bekannt)
Datum: 01.09.17 20:47

Hej Andre,
langsam beginne ich die Geschichte zu begreifen. Beim Reinklatschen in die Folgewelle will der Mast einen meßbaren Augenblick weiterfliegen..... wird vom Want daran gehindert und reagiert mit Protest am Mastfuß (Auflager-Reaktion)..... und zwischen diesem und dem Pütting befindet sich als Abstandshalter die dreidimensionale,geklinkerte Außenhaut und zwei stärkere sowie etliche zierliche Spanten. Also ein Flitzbogen zum Mitleiden weil keine Verbindung zwischen Spanten und Bodenwrangen besteht und somit erste Planke oberhalb d.BW. die größte Belastung ertragen muß. Eine Tonne und Sinus 45° und alles mit E(kin)......!
Segeln kann auch unterm Sonnenhut erlebbar sein.
Grüßchen, günni.



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