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Re: Elektro-Außenborder
geschrieben von: Tobias22 (IP bekannt)
Datum: 12.07.16 22:45

Hallo,

also ich stand in diesem Frühjahr vor der selben Entscheidung und habe ich mich für den Miganeo entschieden. Es ist ebenfalls ein 12V E-Aussenborder und is auf [elektro-aussenborder.net] sogar Testsieger. Was auch dazu geführt hat, dass ich ihn mir zugelegt habe. Ich kann es bis jetzt auch nicht bereuen.

LG Tobi

Re: Elektro-Außenborder
geschrieben von: Paisla (IP bekannt)
Datum: 24.09.17 16:32

Der Rhino ist wirklich ein super Motor, auch sehr energiesparend was einem mit dem Akku eine längere Fahrzeit ermöglicht.

Allerdings würde ich den Miganeo nehmen wenn es ein schwereres Boot ist oder mehr Personen mitfahren. Falls nicht ist der Rhino völlig ausreichend.

Hier können ein Paar nützliche Dinge über das Thema nachgelesen werden: [www.schlauchboot-elektromotor.de]

Hoffe ich konnte weiterhelfen.

LG

Re: Elektro-Außenborder
geschrieben von: P899 (IP bekannt)
Datum: 15.12.17 15:20

Mit dem Thema Elektro-Außenborder habe ich mich auch gerade beschäftigt und wollte hier mal das Ergebnis meiner Überlegungen mitteilen:

Der Torqeedo ist ja wohl so das Maß aller Dinge, zur Zeit das Modell 1003 C. Er hat einen sehr modernen und sparsamen bürstenlosen Motor mit einem Standschub von 69 lbs, Der Motor wiegt 9 kg, der Akku 6 kg. Er hat einen Lithium-Ionen Akku der eine nominale Endladeschluss-Spannung von 24 V aufweist. Es gibt den mit einem 31 Ah Akku bei 24 V, was 62 Ah bei 12 V entspricht.

Alles in allem ein sehr schönes Konzept, aber eben fast 2.000 EUR teuer. Also habe ich mich nach einer Alternative umgesehen. Mein Anforderungsprofil: einmal im Jahr Fahrtensegeln mit einem 15er Jollenkreuzer auf Revieren wie Friesische Seen, Müritz o.ä.
Ansonsten An- und Ablegen auf kleinem engen Binnenrevier.

Bekannte von mir haben auf einem 15er den Torqeedo (ältere Generation, mit etwas weniger Akkukapazität) und sind damit zufrieden. Etwas mehr Leistung fänden sie schön, aber hatten wohl noch kein Problem.

Preistreiber beim Torqeedo ist der teure Lithium Akku und die Exklusivität und Bekanntheit der Marke. Hoch sind auch die Ersatzteilpreise und jeder Akku hat eine endliche Lebensdauer.

Für den Motor wollte ich mehr als 80 lbs Schub. Auf Empfehlung eines Elektrikers habe ich nach 24 V Motoren gesucht und den Haswing Protuar für 549 EUR gefunden. Der hat etwas mehr Schub als der Torqeedo und wiegt als reiner Motor nur 6,2 kg.

[www.nothnagel-marine.de]

Da ich die Akkus nicht hinten am Motor platzieren will, können es auch deutlich schwerere aber preiswertere Bleiakkus sein. Da habe ich mich für zwei 12 V 50 Ah Batterien entschieden:
[www.akkuangebote.de]
Macht mit Versand dann ca. 210 EUR.

Plus ein paar Stecker und Kabel und ein 24V Ladegerät (https://www.amazon.de/gp/product/B00CG354CS/ref=oh_aui_detailpage_o03_s00?ie=UTF8&psc=1) für knapp 100 EUR bin ich dann bei insgesamt 859 EUR gelandet, also weniger als die Hälfte, selbst wenn ich noch eine Box und ein paar Kabel hinzurechne.

Der Motor kommt morgen, der Rest ist schon da. Ich werde dann mal berichten, wie das so funktioniert.

Die Akkus kommen in den Kajütschrank, da stören die zwei mal 13,8 kg nicht wirklich.
Wenn man mehr Wert auf geringes Gewicht legt, kann man auch Lithium-Akkus kaufen, da gibt es z.B zwei 40 AH 12V für zusammen 1100 EUR hier: [www.accu-24.de] und spart bei zwei Akkus 13 kg Gewicht. Wäre dann immer noch preiswerter als der Torqeedo.

Hinten der Motor ist schön leicht zu handhaben.

Ich bin mal gespannt, ggf. ergibt sich im Frühjahr bei einem Törn mal der direkte Vergleich mit dem Torqeedo.

Viele Grüße


Michael








2 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.12.17 15:26 von P899.

Re: Elektro-Außenborder
geschrieben von: André bauer (IP bekannt)
Datum: 15.12.17 16:03

Hallo Michael,

mit normalen Bleiakkus wirst Du nicht lange glücklich sein. (bei dem Preis können es nur normale Akkus sein)
Für Dauerstrombelastung bzw. hohe Leistung über etwas längere Zeit braucht man AGM-Akkus.
Diese müssen nicht ständig geladen werden, normale Bleiakkus schon, im Auto lädt die Lichtmaschine ständig nach. Aber auch in modernen Autos mit vielen Verbrauchern stecken AGM.

Diese Akkus werden nicht viele Ladezyklen durchhalten.

André

Re: Elektro-Außenborder
geschrieben von: P899 (IP bekannt)
Datum: 16.12.17 11:20

André bauer schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo Michael,
>
> mit normalen Bleiakkus wirst Du nicht lange
> glücklich sein. (bei dem Preis können es nur
> normale Akkus sein)
> Für Dauerstrombelastung bzw. hohe Leistung über
> etwas längere Zeit braucht man AGM-Akkus.
> Diese müssen nicht ständig geladen werden,
> normale Bleiakkus schon, im Auto lädt die
> Lichtmaschine ständig nach. Aber auch in modernen
> Autos mit vielen Verbrauchern stecken AGM.
>
> Diese Akkus werden nicht viele Ladezyklen
> durchhalten.
>
> André

Das sind Blei-Vlies-Akkus mit der Kennzeichnung AGM, die für diese Anwendung geeignet sind. Die unterscheiden sich von den Bleiakkus, die im KFZ-Bereich als Starterbatterie eingesetzt werden. Die gibt es auch an anderer Stelle zu ähnlichem Preis.

Die machen bei 50% Entladetiefe 650 Zyklen. Bei meiner Nutzung sind das sehr viele Jahre.




1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.12.17 15:34 von P899.

Re: Elektro-Außenborder
geschrieben von: danebrog (IP bekannt)
Datum: 17.12.17 10:27

Hinweis:
Im neuen Palstek 1/18 gibt es einen Bericht über verschiedene E-Motoren von drei Firmen im Vergleich sowie einen Artikel über eine Umrüstung von Sprit auf Elektro und den Unterschied von Batterien.

Grüße
Danebrog

Re: Elektro-Außenborder
geschrieben von: P899 (IP bekannt)
Datum: 17.12.17 11:16

Wäre ja glatt ein Grund den Palstek nach vielen Jahren mal wieder zu kaufen.
Ist der schon raus und kann jemand was zu dem Artikel sagen?

Re: Elektro-Außenborder
geschrieben von: danebrog (IP bekannt)
Datum: 17.12.17 12:20

Als Abonnentin habe ich den Palsrek seit gestern. winking smiley Das Magazin ist immer interessant, aber dieses Mal besonders. Der E-Motoren-Artikel ist - wie gesagt - ein Vergleichstest und bestätigt meine guten Erfahrungen mit meinem Torqeedo. Interessant fand ich die Details über den Aufbau der Batterien, Ladetechnik usw.

Der Artikel über Holz und Lacke wird den Fortgeschrittenen nichts Neues bringen. Dafür vll. der über Antifouling umso mehr.

Grüße
Dagmar

Re: Elektro-Außenborder
geschrieben von: P899 (IP bekannt)
Datum: 15.04.18 21:36

Also inzwischen ist alles gekauft und eingebaut und heute das erste mal etwas getestet.

Anbei meine Erläuterungen und Zwischenbericht.
Über Fronleichnam ist ein Törn auf den Friesischen Seen geplant, bei dem ein anderer 15er mit einem Torqeedo (inzwischen auf die größere Batterie umgestellt) auch mit dabei ist. Da kann man dann direkt vergleichen.

1. Motor:
[www.nothnagel-marine.de]
gekauft für 549,-- EUR
24 V; 960 W; 85 lbs Schub = 38,6 kp; Stromaufnahme max/dauer 40 A; stufenlose Geschwindigkeitsregelung; Gewicht 6,2 kg; Batterieanzeige 3 LED Leuchten; Propeller mit 3 Blättern Schaftlänge 900 mm stufenlos verstellbar

2. Batterien und 24 V Ladegerät:
Batteriekasten zur Unterbringung der beiden Batterien:
[www.amazon.de]
17,80 EUR
Ladegerät 24 V (auch sehr gut für 12 V Autobatterie nutzbar)
[www.amazon.de]
93,99 EUR

Zwei 12 V Batterie zyklenfest (keine normalen Auto-Starterbatterien nehmen!)
Ich habe mich für 50 Ah entschieden, mehr Kapazität kostet und wiegt mehr (13,8 kg einer)
Pro Stück 101,90 EUR
[www.akkuangebote.de]
Alternativ könnte man auch LiFEPO Akkus nehmen, die würden dann in Summe ca. 800 EUR kosten, dafür aber auch ca. 5 kg das Stück weniger wiegen.
[shop.hepf.com]
Die 600 EUR mehr waren mir die 10 kg Gewichtsersparnis nicht wert.

Summe: 315,59 EUR

3. Verkabelung: Kabel für Motor sollte 16 mm2 sein (40 A)
z.B. [www.amazon.de]
10 m 34,90 EUR man nimmt rot und schwarz.

Sicherungsautomat für 27,95 EUR z.B.:
[www.amazon.de]

Stromverbinder: Anderson SB50 Stecker (spezielle Krimpzange an der Hochschule verfügbar), bei Ebay, ca. 7 Stück (je nach Verkabelungsstrategie) ca. 50 EUR.
Summe: ca. 150 EUR

Gesamtsumme für den Antrieb mit allem: 1.014,59 EUR


Vergleich (leider schaffe ich es nicht die Tabelle ordentlich zu formatieren)
Was Torqueedo Travel 1003CS “Meine” Lösung
Langschaft auch Langschaft
Preis in EUR 2.049,00 1.014,59
Kapazität Akku in Wh 914,00 1.200,00
Schaftlänge max in mm 750 900
Gesamtgewicht in kg 15,9 incl. Akku 6,2
9,5 kg ohne Akku
Standschub in lbs 68 85

Nachteile „meiner“ HASWING-Lösung:
Akku ist schwerer (zusammen 27,6 kg gegenüber 6 kg), dafür getrennt verdrahtet im Schwerpunkt des Bootes in der Mitte, was beim Torqueedo allerdings mit einem extra (teuren) Kabel auch möglich ist. Keine GPS Integration vorhanden und auch sonst eine Lösung, die nicht „Schlüsselfertig“ ist. Man muss schon etwas mit Elektrik und Verkabelung selber machen können oder jemand haben, der einem das günstig oder umsonst macht. Der Haswing Motor ist mit Sicherheit in China gefertigt, die Langzeitqualität ist unbekannt.

Optionen:
4. Batterien für „Kurzstrecke“ optional, wahrscheinlich normalerweise eher unnötig (Einmal An- und Ablegen sowie unter der Brücke der 6 Seen-Platte durch, sowie Notreserve geht damit gut)
[www.amazon.de]
Davon zwei Stück für 79,99 EUR, die wiegen nichts (je 800 g) und können zum Aufladen mit nach Hause genommen werden. Für längere Fahrt nicht geeignet, vermeiden aber das Aufladen am Club am Steg (bei uns gibt es keinen Strom am Steg).
Entsprechende Adapter baut man sich aus so etwas (wenn man die originale Funktion aller Kabel zur Starthilfe von Autos erhalten und diese nicht zerstören will): [www.amazon.de]
Kostet 8,49 EUR
Summe: 176,96 EUR (nicht erforderlich, wenn einfach am Steg geladen werden kann, oder man von Zeit zu Zeit die Bleiakkus zum Laden mit nach Hause nimmt. Das Gerät ersetzt im Auto auch ein Starthilfekabel)

5. 12 V Anschluss Zigarettenanzünder und USB sowie Voltmeter
habe ich damit gemacht:
[www.amazon.de]

Kostet 28,94 EUR. Die Verkabelung habe ich nicht verwendet und die einzelnen Dinge selber direkt ohne Kunststoffblende ins Holz eingebaut. Leider sind die Dosen beleuchtet, so dass man einen Schalter braucht. Ich habe zwei davon eingebaut, eins für BB und eins für SB.
Dann noch Schalter und Sicherungen und Stecker (ich empfehle SuperSeal, wenn man das verarbeiten kann) je nach Geschmack oder bereits vorhandener Elektrik. Man kann die beiden 12 V Batterien auch einzeln mit 12 V anzapfen, Bleiakkus balancieren sich in Reihe geschaltet von selbst.




1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.04.18 21:44 von P899.

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