Potsdam prep-races: Vorbereitungstraining für das Teamracing in Schottland


Am zweiten Wochenende im Mai fand zum wiederholten Mal das allseits beliebte Training der Teamracing Gruppe im Freundeskreis statt. Powered by Bootsbau Stefan Züst


Neun Enthusiasten waren zum Segelverein Potsdamer Adler an der Havel gekommen, der uns wieder in liebevoller Weise die passende Infrastruktur und Verpflegung zur Verfügung stellte, nämlich vier Ixylon Jollen, ein Motorboot , Regattatonnen und nicht zu vergessen, das hundertjährige Startboot Bolle.

Nach opulentem Frühstück am Samstagmorgen und kurzer Theorie ging es aufs Wasser. Bolle wurde verankert, eine kurze!! Startlinie und die Wendemarke knapp 200 Meter in Luv ausgelegt. Gesegelt wurden zwei Runden, dann Zieldurchgang.

Das Segeln mit zwei Booten pro Team ist die härteste Form des Teamracings.

Gewertet wird folgendermaßen:

1 und 2 gewinnt, ebenso 1 und 3. Das sind die winning combinations. 1 und 4 verliert!!

Das bedeutet: Freudestrahlend als Erster durchs Ziel zu fahren und zu hoffen, dass der Teamkollege es schon richten wird, ist keine gute Option. Der hat es dann nämlich mit zwei (böswilligen) Gegnern zu tun, die alles versuchen, ihn auf den 4. Platz zu befördern.

Dabei müssen die Regattaregeln nach aller Kunst angewandt werden. Man sollte also schon einmal vom Regelbuch gehört haben.

Regattaleiter und Teamcaptain Klaus Birkhoff sorgte beim Herunterzählen der Startzeit für allgemeine Heiterkeit und bei sich für Heiserkeit.

Die ersten Starts waren noch stark verbesserungswürdig. Einige hatten doch Schwierigkeiten, ihr Boot zumindest halbwegs zum Start zur Linie zu bugsieren.

Aber konkrete, auch persönliche und motivierende Ansprache der Regattaleitung half und die einzelnen Rennen wurden enger und verbissener.

Auch das Runden der Leetonne (anfahren mit Abstand, Halse und mit Amwindkurs direkt an der Tonne vorbei) konnte durch laute Intervention der Regattaleitung verbessert werden.

Regelverstöße und enge Situationen wurden gleich nach Zieldurchgang besprochen.

Nach zwölf absolvierten Rennen gab es dann das Anlegebier für die abgekämpften Streiter und abends die wohlverdiente Stärkung beim Italiener mit ausgiebigem Durchdiskutieren der schockierenden Erlebnisse auf dem Wasser.

Sonntag gelangen trotz wenig Wind auch noch drei Läufe und nachmittags wurden die zufriedenen und fortgebildeten Teilnehmer verabschiedet.

Dieses Wochenende war ein großer Spaß dank der perfekten Organisation und Betreuung durch Norbert Seidel und seine Clubkameraden vom Segelverein Potsdamer Adler. Am Freitagabend Grillen am Ufer der Havel, morgens ein perfektes Frühstück, nachmittags der wunderbare selbstgebackene Kuchen. Es fehlte uns an nichts.

Norbert Seidel und Lars Münch waren für die Organisation verantwortlich, nur gegen den schwachen Wind waren sie machtlos. Allerdings waren deshalb auch keine Kenterungen zu beklagen. Wir freuen uns schon auf Schottland im September mit der Mission: Cup verteidigen.

Reinhold Hillebrand und Klaus Birkhoff

Fotos: Ian Steinhäuser

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