The Run - Der Bericht


2 Jahre keine Nachtregatta nach Svendborg, die erste echte Langstrecke nach dem entbehrungsreichen Corona-Jahr 2020. Von 47 gemeldeten Crews hatten sich 38 am Freitagabend von Fehmarn, Kiel, Schleimünde und Flensburg auf die Reise gemacht. Von Folkebooten und kleinen Spitzgattern bis zu den großen Kreuzeryachten „Mingary“ und „Peter von Seestermühe“.


Die Nacht brachte guten Wind mit 4-5 Bft aus West, so wurde es eine schnelle Reise durch die Dunkelheit, denn es war Neumond und die Sterne hinter Wolken versteckt.

Der frühe Morgen fand das Fahrwasser zwischen Lyö und Svendborgsund gespickt von den Spis der alten Ladys, die den Kirchturm von Taasinge anpeilten. Im Hafen waren wieder die besten Liegeplätze um den Fischimbiss an der Hafenecke für die Klassikerflotte reserviert.

Dirk Hilcken von Pantaenius empfing die Crews wie immer mit einem kühlen Bier. Nach einem erholsamen Vormittagsschläfchen trafen sich die Segler auf der Promenade und in den Cockpits ihrer Boote. Es gab viel zu erzählen, so lange war die Pause, und auch das Wintertreffen fand dieses Jahr nur virtuell statt. Das Wetter spielte mit und die Stimmung war gut in den Cockpits und an der Hafenkante.

Vom „Peter“ wehte der Sound des Jazzduos Vera und Jens über den Hafen. Vom Beiboot wurde zünftig per Flüstertüte zur kleinen Preisverteilung um 19 Uhr vor der Fischhütte geladen. Etwa 60 Segler warteten gespannt darauf, wer wohl den Gin, den Kaffee und die Seifen, die Christoph organisiert hatte in Empfang nehmen konnte.

Die Gruppensieger waren „Lisoletta“, 9KR (Fehmarn), „Ar“ 7KR (Kiel I) Peter von Seestermühe, Kreuzeryacht (Kiel II), „Kerstin III“, 7KR (Schleimünde) und Solveig, Folke (Flensburg). Sogar das Holzbootlied wurde angestimmt, eigentlich zur Freude der Dänen, doch die waren alle am Fussballgucken.

Kein Menu diesmal im Guldsaal, stattdessen Backfisch aus der Friteuse oder Spaghetti an Bord. Den Klassikerfreunden hat’s gefallen. Bis zum Sonnenuntergang genossen es Vera mit dem E-Piano und Jens mit dem Sax sichtlich, endlich mal wieder vor einem kleinen Publikum zu spielen. Die beiden dänischen Girls im Eiswagen sorgten für leckeren Nachtisch und in manchen Cockpits gingen die Partys wohl bis nach Mitternacht.

Ein richtig schön relaxter Tag - endlich mal wieder in Svendborg - ging zu Ende. Am nächsten Morgen verteilte Dirk die bestellten Brötchen und nach einem kurzen Frühstück ging es bei Kaiserwetter, Sonne und 4-5 aus West zurück Richtung Heimathafen.

Fazit: Es geht auch ohne Festzelt oder Guldsaal, unsere Cockpits sind gut für das kleine Treffen mit anderen Crews, neuen und alten Freunden. Eine Preisverteilung im Sommer unter freiem Himmel mit Live-Musik ist wunderbar, wenn es nicht gerade schüttet, und Imbiss- und Eiswagen sorgen für das leibliche Wohl, gekocht werden kann auch an Bord. Eine wirklich gelungener Einstand. Es geht um das Treffen und nicht nur um die große Party.

Ein großer Dank unseren dänischen Gastgebern, den Aktiven und allen die dabei waren.

Tommy Loewe Juni 2021

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