YACHTEN & MEHR

Yachten im Detail

Yachten, die wir heute klassisch nennen, waren ja auch einmal ganz jung, oft auch innovativ und fanden Beachtung in der Fachpresse. Solche Presseartikel lassen wir wieder auferstehen, denn sie vermitteln auch heute noch sehr schön den seinerzeit erreichten Entwicklungsstand auf dem Ausrüstungsmarkt und im Yachtbau. Zugleich verdeutlichen sie, dass der heutige historische Wert einer Yacht eng mit dem Erhalt hier beschriebener Details zusammenhängt.

Unsere Sammlung von Artikeln über interessante Problemlösungen - übernommen von www.yachtsportmuseum.de - wird laufend ergänzt.


1958: Dies und das

Schon einmal — in den letzten Jahren vor dem 2. Weltkrieg — hatte man geglaubt, daß die 12 m-R-Klasse als größte internationale Rennklasse Bedeutung gewinnen würde. Damals entstand in Deutschland eine stolze Flotte von vier Zwölfern, von denen die „Aschanti III" und die „Inga" in den ersten Jahren nach dem Kriege noch auf besonderen Seebahnen vor der Kieler Förde und in der Travemünder Bucht Rennen gesegelt haben... Die „Aschanti III", von der hier einige Aufnahmen gezeigt werden, wurde — wie übrigens auch die berühmte amerikanische „ Vim" — zur Kreuzeryacht umgebaut...
Dies und das

1958: Olympische Einheitsboote

In der Blütezeit der Sonderklasse, der Binnendreißiger und anderer Konstruktions-Rennklassen gab es Segler, die in jedem Jahr mit einem besseren und schnelleren Neubau starteten. Ältere Segler werden sich noch daran erinnern, mit welcher Begeisterung und welchen großen Hoffnungen die ersten Einheitsklassen begrüßt wurden. Nun hat man endlich „völlig gleiche Waffen für den sportlichen Kampf" der Segler — vor allem für den olympischen Kampf — hieß es. Die Einheitsboote seien ja völlig gleich und man brauche nur noch ein hervorragender Segler zu sein, um damit Regattaerfolge zu haben. Die Eigner von Einheitsbooten könnten ihr Boot, das nicht veralten würde, noch nach zwanzig Jahren erfolgreich in Rennen segeln und würden viel Geld sparen, weil sie nicht dauernd neu zu bauen brauchten.
Einheitsboote

1958: Kleine Dinge genau betrachtet

Im Jachthafen lockt ein Neubau, der frisch von der Werft kommt, mit spiegelndem Lack und den neuesten, blitzenden Beschlägen aus Chrom und Messing den ältesten Segler an. Gewiß, es ist eine Freude, ein noch jungfräuliches, ganz modernes Boot zu sehen, das sich seine Außenhaut noch an keinem fremden Hafenpfahl wundgescheuert hat, aber die alten, eingefahrenen „Pötte", die so manchen Strauß mit Wind und Wetter hinter sich haben und unscheinbar im Schatten des Neulings liegen, sind oft viel interessanter. Sie haben, was dem Neuen noch fehlt, den Trimm der Ausrüstung.
Kleine Dinge

1958: Man kann's auch ganz anders machen!

Im Yachtbau und bei der Ausrüstung und Einrichtung von Yachten und Jollen gibt es eine Menge seit altersher eingefahrener Lösungen, die immer weiter vererbt werden. So stand von Anfang an der Mast eines Bootes in einer Spur im Kiel oder im Kielschwein. Als man den Klappmast erfand, behielt man diese Lösung bei und ließ die Mastbacken im Kielschwein fußen. Erst in neuerer Zeit geht man immer mehr dazu über, den Mast einer Yacht einfach auf Deck oder auf das Kajütdeck zu stellen, nachdem man durch entsprechende Verstärkungen und Konstruktionen dafür gesorgt hat, daß die Kräfte und Drücke richtig auf den Rumpf übertragen werden. Man spart dadurch unter Deck eine Menge Platz und gewinnt, da sich die Stellung des Mastes leichter verändern läßt, Trimm-Möglichkeiten.
...ganz anders machen...

1958: Kompaß-Variationen

Der Kompaß für ein seetüchtiges Boot muß nicht nur gut sein, er muß auch richtig und gut an Bord untergebracht sein. Aber gerade die Aufstellung des Kompasses macht auf kleinen Seebooten oft erhebliche Schwierigkeiten. Man kann nicht immer den für den Rudergänger günstigsten Platz wählen, weil zum Beispiel bei der Aufstellung auf den Motor Rücksicht genommen werden muß. Oder an der Stelle, wo er für den Rudergänger am günstigsten untergebracht würde, ist er bei Segelmanövern hinderlich oder durch sie gefährdet. Je kleiner das Boot, desto größer werden die Probleme bei der Unterbringung des Kompasses.
Kompaß-Variationen

1958: Decksausrüstung an Bord der "Rubin"

Ein Blick auf den im Sommer 1957 von Abeking & Rasmussen konstruierten und gebauten 11 KR-Seekreuzer „Rubin": Der Eigner Hans-Otto Schümann, damals der stellvertretende DSV-Vorsitzende für Nordwestdeutschland, hat nicht nur umfangreiche eigene See- und Hochseerennerfahrungen für seinen „Rubin" berücksichtigt, sondern in der Ausrüstung auch eine Menge eigener Ideen verwirklicht.
Decksausrüstung

1958: Kleine Raffinessen an Bord der "Anke III"

Die hier wiedergegebenen Beschläge und Einrichtungen sind Sonderanfertigungen nach den Ideen des Eigners für die 11 KR-Sloop „Anke III". Eine der kleinen Rafinessen ist das auf dem Unterwant gleitende Gewicht, das die daran befestigte Standerleine immer straff und den Standerstock dadurch senkrecht hält.
Kleine Rafinessen

1960: Drachen unter der Lupe

Bei den Drachen, deren Einheitsrumpf man nicht besser und nicht schlechter machen kann und deren Bauvorschriften keine großen Unterschiede in der Bauausführung erlauben, kommt es darauf an, Ausrüstung und Trimm so zu verbessern, daß in den Rennen der Besten die wenigen Sekunden am Wind, auf den Spinnaker-Kursen oder bei den Segelmanövern gewonnen werden:
Drachen unter der Lupe

1960: Dach überm Kopf

Für Bootspersenninge selbst von Klassenbooten gibt es keine Vermessungsmarken. Sie brauchen nicht vermessen zu werden, man kann dafür soviel Tuch verwenden, wie man will, und das wird von vielen Eignern auch gebührend ausgenutzt. Gewöhnlich gehört sie zu den kostspieligen "Extras", die man irgendwann vom Segelmacher nach eigenen Zeichnungen auf Grund vieler eigener Erfahrungen nähen läßt. Erfahrungen von 1960:
Dach überm Kopf

Wie 1960 das Fenderproblem gelöst wurde

Die "natürlichen" Fender: der menschliche Daumen und andere menschliche Körperteile geben dem Boot nur selten ausreichenden Schutz gegen Schamfielen. Da ist es schon besser, wenn bei schwierigen Anlegemanövern und auch sonst der liebe Gott selbst den Daumen dazwischen hält. Da man sich aber darauf nicht in jedem Fall verlassen kann, mußte man zum Schutz der empfindlichen Außenhaut besondere Fender erfinden.
Fender

1955: "Dies und Das"

Innovationen
Dies und Das

1955: "Dies und Das II"

Innovationen
Dies und Das II

1955: "Man kann es sich einrichten"

Innovationen auf einem Seekreuzer
Man kann es sich einrichten

1959: Großschotführung

Für den Trimm von Yachten hat die Großschotführung eine immer stärkere Bedeutung bekommen. In einigen Einheitsklassen spielt sie durchaus eine entscheidende Rolle.
Details

1957: A&R Beschläge

A&R Serienbeschläge:
Details

1957: Bemerkenswerte Details

Gezeigt werden Neuigkeiten auf dem Ausrüstungsmarkt 1957.
Details

Jollenkreuzer-Dessins

Gezeigt werden Einzelheiten eines stählernen 30er Jollenkreuzers nach DSV - Vorschrift, konstruiert und gebaut von der Yacht- und Bootswerft P. Böhling.
Jollenkreuzer-Dessins

1957: Beschlägetipps

Es ist immer wieder reizvoll und anregend, Einzelheiten der Ausrüstung von Booten zu studieren und zu vergleichen. Hinter jedem dieser einzelnen hier abgebildeten Beschläge, von denen die meisten eine Sonderanfertigung sein dürften, stehen zum mindesten die vielen Erfahrungen des Eigners aus einem langen Leben als Renn- oder Fahrtensegler
Beschläge großgeschrieben

Kombüsen

Vorgestellt werden verschiedene Pantries und natürlich der gute alte Primus.
Kombüsen

Jollenkreuzer-Details

Vorgestellt wird hier der 20er R 595, der als "Karma IX" nach einem Drewitz-Riss bei De Dood gebaut wurde und der später unter dem Namen "Pitt" erfolgreich gesegelt wurde.
... mehr

Winschen

Kaum zu begreifen, dass die Sportsegler früherer Zeiten einmal winschlos glücklich waren, die noch lernen mussten, wie man unter Einsparung von möglichst viel Muskelkraft die Lose durchholte, den Tampen eines Falls um den Belegnagel nahm und dann "einfiel".
... mehr



top.......