Der Ostseepokal des Freundeskreis Klassische Yachten ist eine Saisonwertung, in die die Ergebnisse der großen Ostsee-Klassikerregatten einfließen. Neben dem sportlichen Wettbewerb steht dabei der Anreiz, im Laufe der Saison mehrere Veranstaltungen zu besuchen – und beim Wintertreffen mit dem Rückblick auf die vergangene Saison schon die Vorfreude auf die neue zu wecken.
Der Ostseepokal lebt von einer gewissen Flexibilität: Die beteiligten Regatten unterscheiden sich in Aufbau, Startgruppen und Bahnen. Das macht eine exakte, verbindliche Ausschreibung schwierig – und ist gleichzeitig Ausdruck des Geistes, der den FKY seit vielen Jahren prägt.
Neu ab 2026
Für die Saison 2026 haben sich die vier Veranstalter zusammengesetzt und den Ostseepokal weiterentwickelt. Ziel war es, die Teilnahme attraktiver zu machen – für die Stammcrews ebenso wie für alle, die neu einsteigen wollen.
Die wichtigsten Änderungen:
Regatten über mehrere Tage erhalten künftig eine größere Gewichtung, da jeder Regattatag als eigenes Ergebnis in die Wertung eingeht. Wer also bei einer mehrtägigen Veranstaltung dabei ist, hat die Chance auf mehrere Wertungsergebnisse.
Gleichzeitig ist die Hürde zur Teilnahme an der Jahreswertung gesunken: Es reichen jetzt vier Regattatage – egal ob an einer oder mehreren Veranstaltungen. Auch wer nur an Wochenenden Zeit hat, hat damit eine echte Chance auf den Pokal.
1. Gruppen
Der Ostseepokal des FKY wird unter den regulären Teilnehmern der Klassikerregatten in den folgenden Wertungsgruppen ausgesegelt:
- Gruppe I: KLR 130 und größer
- Gruppe II: KLR 120–129
- Gruppe III: KLR 119 und geringer
Maßgebend ist der KLR-Wert der laufenden Saison.
2. Wertungsregatten
In die Wertung werden die Regatten folgender Veranstaltungen einbezogen:
- Max-Oertz-Regatta – Neustadt (2 Regattatage)
- The Run – Nachtregatta gen Ærøskøbing (1 Regattatag)
- Rendezvous der Klassiker – (2 Regattatage)
- German Classics / Laboe – (2 Regattatage)
In die Wertung kommen alle Wettfahrten der Veranstaltung. Bei mehreren Wettfahrten an einem Tag werden diese jeweils zusammen als ein Ergebnis gewertet.
Beispiel German Classics / Laboe
- Freitag zwei kurze Wettfahrten = Ein Regattatag = 1 Ergebnis
- Samstag eine Langstrecken Wettfahrt = 1 Ergebnis
3. Wertungssystem
Präambel
Der FKY-Ostseepokal lebt vom fairen Miteinander. Da sich die Veranstaltungen in Streckenlänge, Startgruppen und äußeren Bedingungen unterscheiden, lassen sich nicht alle Situationen durch eine Punktematrix vollständig abbilden. Die Wertungskommission behält sich daher vor, bei Härtefällen oder offensichtlichen Ungerechtigkeiten – etwa durch extreme Wetterbedingungen oder unverschuldete Unterschiede in der Starterzahl – im Sinne einer sportlich fairen Gesamtwertung von der Ostseepokal-Punktetabelle abzuweichen.
Der Ostseepokal verwendet ein High-Point-Wertungssystem – Ziel ist es, möglichst viele Punkte zu ersegeln.
In die Wertung kommen ohne ausdrückliche Bewerbung alle Yachten, die mindestens an vier Regattatagen teilgenommen haben. Gewertet werden am Saisonende die jeweils besten vier Ergebnisse eines Teilnehmers. Die Teilnahme an mehr Wettfahrten erhöht die Chance auf gute Platzierungen.
Die Wertungspunkte werden in Abhängigkeit von der Anzahl der jeweiligen Konkurrenz nach einem früheren System der RVS (Regattavereinigung Seesegeln) vergeben.
Mindestteilnehmer: Grundsätzlich sollten mindestens 3 Meldungen je Gruppe vorliegen.
4. Preise und Siegerehrung
Vergeben werden ewige Wanderpreise für den jeweiligen Gruppensieger sowie Sachpreise für die ersten drei jeder Gruppe. Die Siegerehrung findet im Rahmen des FKY-Wintertreffens statt.
Ehemaliges Punktesystem der Regattavereinigung Seesegeln (RVS) · High-Point-System · TN = Starter, Spalten = Platz
Regeln: Für die Punktvergabe zählen die Starter. Eine disqualifizierte Yacht erhält keine Punkte. Eine Yacht, die startet und dann aufgibt, erhält 50 % der Punkte des letzten Platzes entsprechend der Anzahl gestarteter Yachten.