Vergabeverfahren startet!


Ein Freundeskreis-Team arbeitet seit langem daran, die Liegenschaft des ehemaligen British-Kiel-Yacht-Club als "OPEN HARBOUR - Zentrum Klassischer Yachtsport" entwickeln zu können. Vielen ist der Ort sicher noch vom Kieler Woche Auftakt, dem alljährlichen "Rendezvous der Klassiker", persönlich bekannt, es ist ein „echtes Sahnestück“ an der Kieler Förde, das nun in einem mehrstufigen Verfahren an Pächter vergeben wird. Dabei sollen „nicht die Bewerber mit dem dicksten Geldbeutel den Zuschlag bekommen, sondern die mit den besten Ideen“, so die Stadt Kiel.


Jetzt geht es (endlich) wirklich los. In der Bekanntmachung des Verfahrens steht: „Perspektivisch soll auf dem Gelände eine Nutzung entstehen, die den Standort mit einer maritim-gewerblich wie freizeitbezogenen Nutzung mobilisiert und die Synergiepotentiale mit dem Umfeld, wie dem Entwicklungsgebiet Holtenau-Ost als auch den gewerblich-industriellen benachbarten Werften ausschöpft. Vorgesehen sind u. a.

  • Die Entwicklung eines musealen Bildungs-und Handwerkerstandortes zum Thema Segelsport und Schiffbau unter Berücksichtigung des Erweiterungsbedarfes der benachbarten Werften. In Betracht kommen könne auch eine Mitnutzung des Standortes als Sportboothafen.
  • Die öffentliche Wegeverbindung entlang des Ufers mit öffentlichem Wasserzugang und
  • Die Anbindung der Uferpromenade an das Entwicklungsgebiet Holtenau-Ost und über die Zuwegung der Mole Stickenhörn an den Fuß- und Radweg am Schusterkrug.

Diesen Entwicklungszielen wohnt ein hoher Teilhabe- und Aneignungswert inne. Es gilt nun in diesem Sinne für dieses Kleinod partnerschaftlich, also in enger Abstimmung zwischen der Landeshauptstadt Kiel und den zukünftigen Erbbaurechtnehmern, die Qualitäten dieses Kleinods zu pflegen sowie seine Potenziale zu heben.“

Dennoch braucht man Geduld. Das Bewerbungsverfahren ist mehrstufig angelegt und könnte sich bis zur Vertragsunterzeichnung leicht über ein Jahr oder mehr hinziehen. Das Verfahren soll eine transparente wie auch chancengleiche Flächenvergabe ermöglichen. Dabei steht nicht der Preis, sondern die Qualität des Nutzungskonzepts im Vordergrund.

Der erste Schritt ist die Interessenbekundung, die durch einen formal gehaltenen Bewerbungsbogen zunächst ziemlich niedrigschwellig erfolgt. Daran schließt sich die eigentliche Konzeptbewerbung als eine Phase an, während der eine Vertiefung des Konzeptes im Dialog mit der Stadt und möglicherweise weiteren Partnern erfolgen soll. Eine Vergabekommission bewertet schließlich alles und spricht eine Empfehlung an die Politik aus, die dann einen Beschluss fasst, an wen und unter welchen Bedingungen die Anhandgabe erfolgt. Die Anhandgabe an einen Bewerber dient dazu, das Projekt final zu bearbeiten, z. B. die Finanzierung abschließend zu klären. Danach erfolgt die Vertragsunterzeichnung.

Es gibt fünf Kriterien, die für die Bewerbung entscheidend sind:

  • Konzeptidee zur Nutzung der Maritimen Lagegunst
  • Soziales Miteinander - Öffnung des Areals
  • Gestaltung mit Ortsbezug
  • Ökologische Nachhaltigkeit
  • Machbarkeit.

Unser Konzept „Open Harbour – Zentrum Klassischer Yachtsport“ mit der Gläsernen Werft zum Erhalt des traditionellen Bootshandwerks, Restaurierungen, Jugendprojekten, mit dem Zeithaus für Ausstellungen zur Historie, mit der Steganlage für schöne Yachten, mit Platz zum Verweilen und Begegnen, mit Café, Kantine und Gästebetten sowie Events wie den Regattaveranstaltungen passt perfekt.

Unser Konzept in Kurzfassung

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OFFIZIELLE TERMINÜBERSICHT DER STADT KIEL:

  • Verfahrensbeginn und Öffnung der Online-Kontaktbörse ab dem 15. September
  • Interessensbekundung bis zum 20.10.2021
  • Dialogbörse am 17.11.2021
  • Konzepterarbeitung ab Dezember 2021